Baby Community  
Kinderwunsch  |   Schwangerschaft  |   Vornamen  |   Geburt  |   Ernährung  |   Entwicklung  |   Gesundheit

Die Ziele der Kindererziehung

Das Ziel der Kindererziehung ist es, die natürliche geistige und charakterliche Entwicklung eines Kindes zu unterstützen, so dass es sich zu einer selbstbestimmten Persönlichkeit entwickeln kann.

 

Erziehung bedeutet aber auch, dem Kind die vorherrschenden Werte der Gesellschaft zu vermitteln, in der es lebt, damit es sein Verhalten nötigenfalls so anpassen kann, dass ihm ein Leben in dieser Gesellschaft überhaupt möglich ist.

Die Bindung zwischen Eltern und Kind ist die Grundvoraussetzung dafür, dass das Kind überhaupt erzogen werden kann. Schon die beständige Nähe und Fürsorge der Eltern erlaubt es dem Baby, das berühmte Urvertrauen zu entwickeln. Ohne dieses Vertrauen wird sich das Kind später nur schwer auf andere Menschen und Situationen einlassen können, was wiederum Einfluss auf die Charakterbildung hat.

Für Eltern ist Erziehung immer ein Drahtseilakt zwischen notwendiger Einschränkung und notwendigen Freiheiten. Zu viele Einschränkungen können einem Kind Entwicklungsmöglichkeiten verschließen und dazu führen, dass es kein Vertrauen in sich selbst und seine Möglichkeiten entwickelt. Zu viele Freiheiten können zu einem Gefühl der Unsicherheit führen.

Oft wird Eltern von ihrem durchaus wohlmeinenden Umfeld geraten, ihr Baby "auch mal schreiben zu lassen". Sonst könne es sich zu einem verwöhnten Schreikind entwickeln und auch später sehr anspruchsvoll sein. Experten sind sich aber einig: Ein Säugling kann nicht "verwöhnt" werden. Im ersten Lebensjahr hat ein Säugling Bedürfnisse, die er selbst nicht erfüllen kann – er hat aber auch keine andere Möglichkeit als das Schreien, wenn er auf sich aufmerksam machen will. Lassen die Eltern das Kind schreien, lernt es nur, dass es ausgiebig schreien muss, damit es auf sich aufmerksam machen will. Werden die Bedürfnisse aber verlässlich erfüllt, lernt es: Meine Eltern sind immer für mich da und sorgen für mich.

 

Generell kann ein Baby gar nicht verwöhnt werden – je mehr Liebe und Zuwendung es bekommt, desto besser. Das bedeutet aber nicht, dass ein Kind ständig bespaßt werden soll. Es braucht auch Ruhephasen um sich zu erholen, oder es will einfach auf seine eigene Weise die Welt entdecken.

Erziehung im klassischen Sinn kann erst beginnen, wenn ein Kind alt genug ist Ver- und Gebote überhaupt zu verstehen. Babys wissen noch nicht, was richtig oder falsch ist. Ein "Nein" oder gar eine Strafe können sie deshalb noch gar nicht verstehen. Das ist für sie nur eine schlimme Erfahrung, die sie nicht verarbeiten können. Das bedeutet aber nicht, dass unerwünschtes oder gefährliches Verhalten geduldet werden muss oder soll. Wenn also ein Kind mit beispielsweise etwas spielt, an dem es sich verletzen kann, hilft Schimpfen nichts – der Gegenstand muss dem Kind weggenommen werden. Wahrscheinlich wird das Baby dann weinen, dann müssen die Eltern es ablenken, etwa mit einem Spielzeug.

Mit etwa eineinhalb Jahren versteht ein Kind zwar, dass ihm etwas verboten ist, aber es kann noch nicht verstehen warum. Ab etwa drei oder vier Jahren können sich Kinder in andere hineinversetzen und bei eigenen Entscheidungen die Interessen und Gefühle anderer berücksichtigen, also beispielsweise anderen Kindern ein Spielzeug zu überlassen. Erst mit zehn Jahren haben Kinder eine Vorstellung davon, dass es Dinge gibt, die man entweder tun oder lassen sollte, und dass man manchmal auch einfach nach eigenem Willen entscheiden kann. Die Verwirklichung dieser Wertvorstellungen hängt natürlich stark vom Vorbild der Eltern ab: Sie sollten ihren Kindern ihre Wertvorstellungen durch Vorleben vermitteln, anstelle nur darüber zu reden.

 
Neueste Forenbeiträge:

erste Zähne
Hallo! ich hab da mal eine frage: mein sohn ist schon über 8 monate alt und...

Wickeltasche?
:?:

Re: Töpfchen
Hallo Jasmin, findest du nicht das es noch etwas früh ist mit dem Töpfchentraining...

Und viele weitere Themen im
Forum zur Kinderentwicklung