Bewegung an der frischen Luft ist gut für Kinder, aber draußen können auch Gefahren lauern. Zumindest den eigenen Garten sollte man also kindersicher machen, und auch auf dem Spielplatz lohnt es sich, einmal genauer hinzusehen.
Alle Kinder sind begeistert von Wasser, ob sie nun in der Badewanne planschen oder in eine Pfütze hüpfen. Darum ist Ertrinken aber leider auch die dritthäufigste Ursache für tödliche Unfälle bei Kindern im Alter von einem bis fünf Jahren. Aber auch wenn das Kind rechtzeitig gerettet wird, kommt es durch den Sauerstoffmangel oft zu bleibenden Behinderungen.
Zu den Unfällen kommt es meist, weil die Eltern die Gefahr, die von Wasser ausgeht, unterschätzt und ihre Kinder damit allein gelassen haben. Kinder ertrinken deswegen oft im Garten der eigenen Eltern, in Gartenteichen, Planschbecken, Regentonnen und kleinen Bächen. Bis über den ersten Geburtstag hinaus kann ein Kind sogar in einem gefüllten Eimer ertrinken.
In Gärten und Parks sind auch Giftpflanzen eine Gefahr für Kinder, und auch der Deutschen liebster Sommersport, das Grillen, kann sehr gefährlich sein. Immer wieder ziehen sich Kinder Verbrennungen zu, wenn die Eltern beim Grillen unachtsam sind.
Checkliste zur Kindersicherung im Garten und auf dem Spielplatz:
- Gartenteiche, Schwimmbecken und Regentonnen müssen gut abgesichert werden. Teiche und Becken können mit einem Zaun mit verschließbarem Tor gesichert werden; Regentonnen brauchen einen festen Deckel.
- Kleine Kinder auch im eigenen Garten immer beaufsichtigen. Schon die allerkleinsten Kinder sind meist sehr erfinderisch, wenn sie an etwas gelangen wollen, was sie interessiert.
- Giftpflanzen aus dem Garten entfernen; zumindest aus dem Bereich, in dem sich das Kind normalerweise aufhält. Am besten ist es natürlich, komplett auf giftige Pflanzen zu verzichten. Auch auf den Pflanzenbestand an der Grundstücksgrenze zum Nachbarn achten!
- Zäune und Mauern müssen sicher sein. Das Kind sollte sie nicht aus eigener Kraft überwinden können, sich aber auch nicht daran verletzen können.
- Sämtliche Gartengeräte, vom Rechen bis zum Rasenmäher, können für ein Kind gefährlich sein. Deshalb immer gut unter Verschluss halten!
- Dünger, Pflanzenschutzmittel und Farben außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.
- Außensteckdosen mit Kindersicherung versehen.
- Kellertreppe mit einem Schutzgitter versehen.
- Grill immer kippsicher aufstellen.
- Nie entflammbare Flüssigkeiten zum Anzünden des Grills verwenden.
- Nur an einem windgeschützten Ort grillen.
- Glut nach dem Grillen immer vollständig löschen.
- Auf dem Spielplatz die Spielgeräte kontrollieren, dabei vor allem auf vorstehende Schrauben und Metallteile, auf eingerissene und zerschlissene Teile achten.
- Sandkasten auf Verunreinigung durch Tiere, durch Abfall und Glasscherben kontrollieren.
- Bei Schaukeln auf kaputte Bretter und Ketten bzw. Seile achten.
- An allen Geräten, vor allem aber an Rutschen darf es keine Spalten o.ä. geben, in dem sich die Kleidung der Kinder verfangen kann.
- Holzgeräte müssen sich in weinwandfreiem Zustand befinden, also keine morschen oder splitternden Stellen haben.


