Im ganzen Haus bzw. in der ganzen Wohnung gibt es Stellen und Gegenstände, die einem Erwachsenen vollkommen harmlos erscheinen, für ein Kind aber sehr gefährlich sein können.
Wichtig ist generell die Kindersicherung der Möbel. Das bedeutet, dass Schublade und Schränke für das Kind nicht zu öffnen sind, oder wenigstens nicht zufallen, so dass das Kind sich nicht einklemmen kann. Außerdem sollten alle höheren Möbel an der Wand befestigt werden, damit sie nicht umkippen können.
Die Gefahr, die von giftigen Zimmerpflanzen ausgeht, wird oft unterschätzt. Dabei sind es nicht nur bekannte Giftpflanzen, sondern ganz normale Zimmerpflanzen, die dem Kind schaden können. Aber auch normale Pflanzen haben es in sich, nämlich dann, wenn das Krabbelkind beginnt die Erde aus den Blumentöpfen zu essen.
Kabel sind für ein Kind potentiell gefährlich. Bei beschädigter Isolierung kann es zu einem Stromschlag kommen. Noch häufiger aber sind lose herumliegende Kabel eine Stolperfalle, oder das Kind kann sich darin verheddern. Werden Kabel nicht an der Wand oder in einem Kabeltunnel befestigt, kann das Kind schnell Elektrogeräte von Regalen und Schränken herabziehen und sich verletzen.
Checkliste zur Kindersicherung im Haus:
- Zerbrechliches komplett wegräumen oder zumindest so hoch oben auf das Regal stellen, wo das Baby nicht hinkommt.
- Schubladen und Schranktüren sollten so gesichert sein, dass sie entweder gar nicht erst zu öffnen sind oder beim Schließen keine Finger einklemmen.
- Schränke und Regale müssen so an der Wand befestigt sein, dass sie nicht umkippen, wenn ein Kind sich daran hochzieht oder gar hochklettert.
- Nirgends sollte Kleinkram herumliegen, den das Kind nehmen und verschlucken könnte.
- Kabel dürfen nicht offen herumliegen, sondern sollten so versteckt oder befestigt sein, dass das Kind sich weder an einem Kabel strangulieren noch die Geräte herunterreißen können.
- Steckdosen müssen gesichert werden, auch Verteilersteckdosen und Verlängerungskabel!
- Läufer und Teppiche auf glatten Böden brauchen eine rutschfeste Unterlage – das ist übrigens auch im Sinne der Erwachsenen.
- Viele beliebte Zimmerpflanzen können für Kinder giftig sein, wenn sie Teile davon in den Mund stecken oder mit dem Pflanzensaft in Berührung kommen. Zu diesen Pflanzen gehören unter anderem Weihnachtsstern, Alpenveilchen, Gummibaum, Benjamin (Ficus), Geldbaum, Dieffenbachie und Zamioculcas. Je nach Pflanze und Art des Kontakts sind Vergiftungen und/oder Hautreizungen bis hin zur Verätzung zu befürchten.
- Glastüren sollten unbedingt aus Sicherheitsglas bestehen. Zur Not kann die Scheibe auch mit Sicherheitsfolie nachgerüstet werden, die Splitterbildung vermeiden kann und vor Verletzungen schützt. Kleine Kinder können Glastüren oft einfach nicht erkennen. Dem kann abgeholfen werden, indem die Glasscheibe auf Augenhöhe des Kindes beispielsweise mit bunter Folie beklebt wird.
- Spielzeug muss auf Kindersicherheit überprüft werden. Es darf keine scharfen Ecken oder Kanten haben und darf beim Herunterwerfen nicht zerbrechen. Bei Puppen und Plüschtieren angenähte Kleinteile entfernen, die Kinder abreißen und verschlucken könnten.
- Im Bad sollten elektrische Geräte wie Haartrockner, Rasierer oder Lockenstab nach Gebrauch sofort von der Steckdose getrennt und kindersicher aufgeräumt werden. Auch ausgeschaltete Geräte stehen noch unter Spannung, deswegen kann es immer zu einem elektrischen Schlag kommen, wenn das Gerät mit Wasser in Kontakt kommt.
- Die Wickelkommode muss stabil sein und erhöhte Seitenwände haben. Trotzdem darf das Baby nie darauf allein gelassen werden! Im ersten Lebensjahr sind Stürze vom Wickeltisch eine der häufigsten Unfallursachen.


