Kuscheltiere gehören mit zu den ersten Spielzeugen, die ein Baby bekommt. Das kann entweder ein einfaches kleines Stofftier sein, auf dem das zahnlose Baby herumlutschen kann, oder ein teures und hochwertiges Plüschtier mit Knopf im Ohr. Je nach Qualität des Tieres kann es durchaus vorkommen, dass es das Kind jahrelang begleitet, und vielleicht sogar an die Kinder des ursprünglichen Besitzers weitergegeben wird.
Speziell für diese uralten Plüschtiere wurde sogar ein eigenes Wort erfunden: abgeliebt. Es beschreibt den Zustand eines alten, heißgeliebten Plüschtiers, das die Zeichen des Alters trägt. Das Fell sieht räudig aus, ein Auge fehlt, mindestens eine Naht ist schon einmal aufgeplatzt und musste wieder zugenäht werden. Trotzdem muss der treue Freund aus Kindertagen aufbewahrt werden, denn die emotionale Bindung ist stark.
DAS Kuscheltier schlechthin ist zweifellos der Teddybär. Über seinen Ursprung gibt es zwei unterschiedliche Geschichten, einmal soll ihn ein amerikanischer Ladeninhaber erfunden haben, das andere Mal die deutsche Spielzeugherstellerin Margarete Steiff. Den Namen soll er aber auf jeden Fall von dem amerikanischen Präsidenten Theodore Roosevelt haben, der von seinen Freunden Teddy genannt wurde.
Inzwischen hat der Teddybär viele kuschelige Konkurrenten um die Zuneigung der Kinder. Es gibt kaum ein Tier, das es nicht auch als Plüschversion gibt – Schlangen, Schmetterlinge und Käfer eingeschlossen. Sogar Viren und Bakterien gibt es in Plüsch, so dass Kinder beispielsweise das passende Plüschtier zu ihrer Windpockenerkrankung haben können oder sich anschauen können, gegen was sie bei der Polio-Impfung geimpft werden.
Egal um was für ein Plüschtier es sich handelt, ein Kind geht eine enge Bindung mit ihm ein. Es ist der Freund des Kindes, der Beschützer, der Vertraute, und gleichzeitig auch eine Art Haustier des Kindes, um das es sich gut kümmern muss. Viele Kinder brauchen ihr Kuscheltier auch unbedingt zum Einschlafen.
Generell ist es egal, was für ein Kuscheltier man einem Kind schenkt – wenn es dem Kind gefällt, ist es das richtige, ganz egal ob nun der teure Teddybär von der Patentanten unbeachtet in der Ecke liegt und das Baby jetzt nur noch mit der billigen Plüschente spielt.
Beim Kauf sollte man aber darauf achten, dass das Spielzeug auch wirklich kindersicher ist. Es darf keine Kleinteile haben, die das Kind abreißen und verschlucken oder einatmen kann. Das passiert oft bei den aufgenähten Augen der Tiere, besser sind für Kleinkinder Stofftiere mit aufgestickten oder aufgedruckten Augen.
Auch die anderen Aspekte der Spielzeugsicherheit, beispielsweise die Schadstofffreiheit, sollten beim Kauf beachtet werden. Das Kuscheltier sollte aus hygienischen Gründen auch waschbar sein.


