Gegen Ende des ersten Lebensjahres sind die allermeisten Babys in der Lage, ihr Essen selbstständig zu löffeln und aus einer Tasse zu trinken. Ein Interesse an "erwachsener" Nahrung haben die meisten sowieso schon vorher entwickelt.
Die gesunde Ernährung für Kleinkinder unterscheidet sich nicht von der für Erwachsene: reichlich Lebensmittel pflanzlichen Ursprungs, also Obst und Gemüse; in Maßen tierische Lebensmittel wie Fleisch und Fleischprodukte und übrigens auch vollfette Milch und Milchprodukte; sehr sparsam Zucker und Fette.
Wenn das Baby schon beim Familienessen "einsteigen" soll, muss darauf geachtet werden, dass die Speisen leicht bekömmlich und nur wenig gewürzt sind. Sehr scharfe und schwer verdauliche Lebensmittel, beispielsweise Hülsenfrüchte, sollten nur sehr langsam eingeführt werden. Diese Lebensmittel haben in der Ernährung des Kleinkindes noch keinen Platz.
Genauso wichtig wie die Auswahl der Lebensmittel ist es, darauf zu achten dass das Kind regelmäßig isst und natürlich auch trinkt. So wird es den ganzen Tag über ausreichend mit Energie versorgt. Mit drei Hauptmahlzeiten und jeweils einer Zwischenmahlzeit vormittags und nachmittags ist das Kind immer topfit und fällt in kein "Hungerloch".
Die Mahlzeiten eines Tages könnten beispielsweise so aussehen: Zum Frühstück gibt es Obst, etwa eine Banane oder einen Apfel, ein Vollkorn-Müsli (ohne Zuckerzusatz), oder Vollkornbrot dünn mit Butter oder Margarine bestrichen. Dazu fettarme Milch oder Milchprodukte.
Für die Zwischenmahlzeit, ob zuhause oder in der Tagesstätte, ist Müsli mit Milch oder Joghurt und Obst ideal, alternativ klein geschnittenes Gemüse, etwa eine in Stifte geschnittenen Karotte mit einem Joghurtdip.
Falls das Mittagessen die Hauptmahlzeit des Tages ist, sollte es aus viel frischem Gemüse oder Salat, aus Kartoffeln oder aus Vollkornprodukten wie Nudeln oder Vollkornreis bestehen. Eine kleine Portion fettarmes Fleisch darf zwei- bis dreimal in der Woche dabei sein; mindestens einmal in der Woche sollte auch Fisch auf den Tisch kommen.
Wenn das Abendessen nicht die Hauptmahlzeit ist, sollte es wie das Frühstück zu einem großen Teil aus fettarmen Milchprodukten bestehen, also aus Käse oder Naturjoghurt. Soll es Wurstbrote geben, bieten sich fettarme Wurstsorten an. Als Streichfett sind Margarinen mit einem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren und Vitamin E ideal, sollten aber trotzdem nur sparsam verwendet werden. Auch beim Abendessen sollten Obst und Gemüse ein fester Bestandteil sein.


