Wasser ist der Hauptbestandteil des menschlichen Körpers. Bei Neugeborenen ist er mit 70% sogar noch größer als bei Erwachsenen (Männer: 60%; Frauen: 50%). Erwachsene verlieren täglich etwa 6% ihrer Körperflüssigkeit, bei Säuglingen sind es 20%. Dieser Verlust muss natürlich durch eine entsprechende Flüssigkeitszufuhr der Kinder ausgeglichen werden, da ein Flüssigkeitsmangel schnell zu ernsten Schäden führen kann.
Durst ist ein ernstzunehmendes Warnsignal des Körpers; normalerweise sollte genügend Flüssigkeit aufgenommen werden, so dass Durst gar nicht erst entsteht. Gestillte oder mit Säuglingsanfangsnahrung ernährte Kinder brauchen noch gar keine zusätzlichen Getränke, sie erhalten ausreichend Flüssigkeit mit ihrer Nahrung. Mit der Einführung von Beikost jedoch wird zusätzliches Trinken für das Baby wichtig.
Der Flüssigkeitsbedarf von Kindern – wie auch der von Erwachsenen – schwankt je nach den äußeren Umständen, er wird beispielsweise erhöht durch Anstrengung, Hitze, trocken-kaltes Wetter, wenn man viel Salz oder viel Protein zu sich nimmt, oder bei Krankheiten wie Fieber, Durchfall und Erbrechen. All diese Umstände können den Flüssigkeitsbedarf der Kinder teils beträchtlich erhöhen.
Wasser und ungesüßte Tees sind die besten Getränke, um die Flüssigkeitszufuhr bei Kindern sicherzustellen. Säfte enthalten ähnlich viel Zucker wie Limonaden, deshalb sollten sie nur selten angeboten werden, und dann auch nur verdünnt als Schorle, idealerweise im Verhältnis 3:1. Auch Energy Drinks stillen den Flüssigkeitsbedarf von Kindern nicht in angemessener Weise, sie enthalten zu viel Zucker, Koffein und andere Stoffe, die die Gesundheit des Kindes schädigen können.
Kuhmilch ist für Kinder vor dem ersten Lebensjahr generell weder als Muttermilchersatz noch als Getränk geeignet. Ihre Zusammensetzung entspricht nicht der Muttermilch, daher kann sie von dem Baby auch noch nicht verdaut und verwertet werden.
Täglicher Wasserbedarf:
- 0 – 3 Monate: 130 ml/kg
- 4 – 12 Monate: 110 ml/kg
- 1 – 4 Jahre: 95 ml/kg


