Vitamin E ist der Oberbegriff für mehrere Vitamine, die eine wichtige Schutzfunktion für die Zellmembranen erfüllen und deswegen in allen Gewebearten vorhanden sind.
Die größten Vorkommen findet man im Fettgewebe, in der Leber und in den Nebennieren. Vitamin E schützt als starker Radikalefänger auch besonders die mehrfach ungesättigten Fettsäuren vor der Zerstörung durch Oxidation.
Ein Mangel an Vitamin E führt zu Beeinträchtigungen der Hautfunktion, des Muskelstoffwechsels und der Nerven. Vitamin-E-Mangel dauert jedoch meist nur bei schweren Krankheiten der Leber oder bei Funktionsstörungen des Darms auf, beispielsweise bei Zirrhosen und bei Mukoviszidose. Gelegentlich leiden neugeborene Babys an einem Vitamin-E-Mangel, weil das Vitamin nicht gut über die Plazenta an das Kind abgegeben wird. Ist die Schwangere gut mit Vitamin E versorgt, leiden die Kinder möglicherweise später seltener an Asthma.
Normalerweise kann der Bedarf an Vitamin E problemlos gedeckt werden, wenn für die Nahrungszubereitung Öle und Streichfette mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren gewählt werden. Dazu gehören Weizenkeimöl und Rapsöl sowie die daraus hergestellten Margarinen. Auch Weizenkeime und Haselnüsse sind sehr reich an Vitamin E.
Tagesbedarf Vitamin E:
- 0 – 3 Monate: 3 mg
- 4 – 12 Monate: 4 mg
- 1 – 4 Jahre: 6 mg


