Solange gestillt wird, ist noch alles in Butter, und zwar sowohl für die Ernährung des Säuglings als auch für sein seelisches Wohlbefinden. Mindestens während des ersten Lebenshalbjahres ist eine Ernährung mit etwas anderem als Muttermilch oder Säuglingsmilchnahrung unnötig und vor allem auch ungeeignet. Ab etwa sechs Monaten ist das Verdauungssystem des Kindes aber schon so weit entwickelt, dass auch andere Lebensmittel eingeführt werden können. Ab diesem Alter braucht das Baby zudem meist mit mehr Eisen und Vitamin D als die Muttermilch enthält.
Dann ist der Zeitpunkt gekommen, an dem die Eltern mit dem Füttern von Beikost beginnen können, vor allem natürlich wenn die Mutter plant, in absehbarer Zukunft abzustillen. Viele Eltern fragen sich nun, was die beste Ernährung für das Baby ist. Generell ist die gesündeste Ernährung für Kinder nicht anders als die für Erwachsene: Hauptsache ausgewogen und ausreichend. Allerdings sind für die Ernährung der Kinder einige Einschränkungen zu beachten. Manche Lebensmittel können sie nämlich noch nicht verdauen.
Wenn das Kind nicht gestillt wird, wird es mit Säuglingsmilchnahrung aus dem Fläschchen ernährt. Auch diese Nahrung hat alles was das Baby braucht, allerdings können die zahlreichen komplexen Abwehrstoffe, die in der Muttermilch vorkommen, nicht künstlich nachgebildet werden. Trotzdem ist Säuglingsmilchnahrung ein vollwertiges und ausreichendes Nahrungsmittel für Babys. Der Zeitplan für das Einführen der Beikost ist wie nicht anders als der beim Stillen auch.
Außer der Anreicherung des Speisezettels des Kindes bringt das schrittweise Ersetzen des Stillens bzw. der Säuglingsmilchnahrung aus dem Fläschchen noch einen weiteren großen Vorteil mit sich: Das Kind isst seltener und passt sich so langsam dem allgemeinen Mahlzeiten-Rhythmus der Familie an. Bald kann es schon mit am Tisch sitzen und mit seinen Eltern und vielleicht sogar Geschwistern zusammen essen. Gemeinsame Mahlzeiten sind für Kinder wichtig, und vor allem bei Babys ist Nahrungsaufnahme noch unbedingt mit einem Gefühl der Zusammengehörigkeit, wie eben beim Stillen, verbunden.
Ab etwa dem fünften Monat kann Beikost eingeführt werden. Anfangs ist Gemüsebrei gut geeignet, ab etwa dem siebten Monat hilft ein Fleischbrei die Eisenzufuhr sicherzustellen. Danach folgen Milch- und Getreidebreie. Zu Ende des ersten Lebensjahres sind Kinder oft auch schon an festem Essen interessiert. Sie können ihr Essen selbst vom Teller löffeln und es kauen, und sie können aus einer Tasse trinken. Kurz: aus dem Säugling wurde ein Kleinkind.


