Nicht alle Lebensmittel sind gleich gut für die Ernährung des Babys geeignet. Nicht alle Obst- oder Gemüsesorten, die Erwachsenen vollkommen harmlos vorkommen, sind für Babys gut. Es gibt aber ausreichend Lebensmittel, die man auch einem Säugling anbieten kann, und die fast immer gut vertragen werden. Ob es dem Kind auch schmeckt, ist eine ganz andere Sache...
Es gibt zahllose Obst- und Gemüsesorten, aus denen man unbesorgt einen Babybrei kochen kann. Dabei kann und sollte man sich durchaus am saisonalen Angebot orientieren und den lokal angebauten Produkten so weit wie möglich den Vorzug geben. Immer nur kontrollierte biologisch angebaute Ware kaufen!
Gemüse liefert dem Baby die wichtigen Vitamine, Kohlehydrate und auch Ballaststoffe. Ebenso wichtig ist Getreide, dass viel Eiweiß, Mineralstoffe und Spurenelemente enthält.
Außer bei einer Kuhmilchallergie kann ein Baby ab etwa dem neunten Lebensmonat auch Milchprodukte bekommen. Viele Fertigbreie enthalten Milchprodukte, um dem Kind ausreichend Eiweiß zu bieten.
Eine weitere wichtige Eiweiß- und auch Eisenquelle ist natürlich Fleisch. Wegen der Unzahl von Fleischskandalen in den letzten Jahren verwenden viel Hersteller von Babynahrung fast nur noch Geflügel für ihre fleischhaltigen Breie.
Aus Angst davor, dass ihr Baby zu dick wird und später auch als Erwachsener unter Übergewicht leidet, schrecken viele Eltern davor zurück, ihr Baby mit fettreicher Nahrung zu füttern. Das ist bestimmt gut gemeint, doch ein Säugling deckt die Hälfte seines Energiebedarfs aus Fett. Deshalb gehört zu selbst gekochtem Babybrei immer auch ein Spritzer Öl. Empfohlen wird dafür meist Rapsöl oder Maiskeimöl, und zwar nicht die naturbelassene Variante, sondern raffiniertes, also gereinigtes Öl.
Zucker braucht ein Kind dagegen überhaupt nicht, egal in welcher Form. Der Milchzucker der Muttermilch und später die Kohlehydrate in Gemüse, Obst und Getreide sorgen dafür, dass der Blutzuckerspiegel des Kindes gleichmäßig bleibt.
Mit Einführung von Beikost braucht ein Baby das erste Mal im Leben etwas zu trinken. Vorher wurde der Flüssigkeitsbedarf ja von der Muttermilch gedeckt, die jetzt ja nach und nach wegfällt. Zum Trinken sollte man dem Kind nur ungezuckerte Kräuter- und Früchtetees geben, abgekochtes Trinkwasser oder eventuell stilles Mineralwasser, wie es auch für die Zubereitung von Säuglingsnahrung verwendet wird. Kohlensäurehaltige Mineralwässer können Babys Bauchschmerzen machen und sollten erst im zweiten Lebensjahr angeboten werden.


