Kuhmilch mit vollem Fettgehalt ist der wichtigste Calciumlieferant für abgestillte Kinder. Trotzdem sollte Kuhmilch erst ab dem ersten Geburtstag eingeführt werden, da die enthaltenen Eiweiße eine allergische Reaktion auslösen können. Der Milchzucker kann eine Unverträglichkeit auslösen.
Oft werden durch Säure veränderte Milchprodukte von Kuhmilchallergikern wesentlich besser vertragen als Milch selbst, beispielsweise Joghurt. Wird für die Babynahrung Joghurt verwendet, sollte es Naturjoghurt ohne Fruchtanteil oder andere Zusätze sein. Auch Milchprodukte mit einem vergleichsweise niedrigen Proteingehalt, wie beispielsweise Sahne, werden von Kuhmilchallergikern oft recht gut vertragen.
Als Getränk ist Vollmilch nicht geeignet – sie sollte vielmehr als Nahrungsmittel gelten und entsprechend verwendet werden.
Fleisch ist eine wichtige Eiweißquelle. Das tierische Eiweiß wird vom Körper sehr gut verwertet, da es dem körpereigenen Eiweiß ähnlicher ist als das Eiweiß aus pflanzlichen Quellen.
Geeignete Fleischsorten für Babybreie sind Geflügelfleisch, aber auch mageres Rindfleisch, oder Lammfleisch. Es sollte immer auf Bio-Qualität geachtet und das Fleisch nur beim Metzger des Vertrauens gekauft werden.
Babys brauchen nicht besonders viel Fleisch, es reicht, ab dem achten Monat ein- bis zweimal in der Woche etwa 25 Gramm dem Kartoffel-Gemüse-Brei untermischt. Das Fleisch wird weichgekocht, püriert und dem Gemüsebrei beigemischt.
Übrigens kann man Fleisch nicht nur als Zusatz zum Gemüsebrei verwenden. Zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt man, wenn man aus dem Fleisch eine – natürlich salzlose – Brühe kocht und es dann püriert. So hat man zusätzlich zum Fleisch noch die Brühe, die entweder das Kind essen kann, oder man kocht aus ihr eine Suppe für die Erwachsenen.


