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Ungeeignete Nahrungsmittel

Es gibt viele Obst- und Gemüsesorten, die sehr gut für die Ernährung des Babys geeignet sind. Es gibt aber auch genauso viele Lebensmittel, die vollkommen ungeeignet sind, vor allem in den ersten beiden Lebensjahren.

 

Manche Lebensmittel lösen richtige Lebensmittelallergien aus, andere verursachen Lebensmittelunverträglichkeiten, wieder andere können von Babys einfach noch nicht richtig verdaut werden und können daher schädlich sein.

Nahrungsmittelallergien werden sehr oft von Kuhmilch ausgelöst, bzw. vom darin enthaltenen Eiweiß. Bei allergisch vorbelasteten Kindern sollte man also bei der frühen Beikost auf Milch verzichten. Übrigens ist Kuhmilch auch deshalb nicht für Babys geeignet, weil ihre Nieren noch nicht mit dem hohen Mineralstoffgehalt fertigwerden. Frühestens ab etwa dem 15. Monat kann dem Baby zumindest probeweise Milch gegeben werden.

Auch die oft beschworene Ziegen- oder Schafsmilch ist als Ersatz für Kuhmilch nicht geeignet. Auch sie enthalten das allergene Casein.

Ebenfalls stark allergen ist das Hühnereiweiß. Kinder sollten deshalb erst mit einem Jahr, besser noch mit 18 Monaten, Eier zu essen bekommen. Zeigt sich eine Nahrungsmittelallergie als Reaktion auf Eier, muss in manchen Fällen auch Hühnerfleisch gemieden werden.

Meist nicht allergisch, sondern einfach nur unverträglich sind Nahrungsbestandteile wie Milchzucker (Laktose) oder Klebereiweiß (Gluten). Milchzuckerunverträglichkeit (Laktoseintoleranz) ist die Folge eines Enzymmangels. Laktose kann dann nicht verdaut werden und sorgt für Beschwerden im Magen-Darm-Trakt.

 

Gluten, das in vielen Getreidesorten vorkommt, kann bei einer Überempfindlichkeit zu einer chronischen Erkrankung der Dünndarmschleimhaut führen (Zöliakie). Gerade bei Kindern ist dies gefährlich, da die Nährstoffe aus der Nahrung dann nicht mehr ausreichen aufgenommen werden und es zu Wachstumsstörungen kommen kann.

Im einfachsten Sinn schlecht vertragen werden meist Zitrusfrüchte, die mit ihrem hohen Säuregehalt die empfindlichen Schleimhäute des Babys angreifen.

Gänzlich ungeeignet für die Ernährung von Babys ist Honig. Er enthalt Bakterien, die der Stoffwechsel des Kindes noch nicht verarbeiten kann, und die dem Kind deswegen gefährlich werden können. Das Gleiche gilt für Ahornsirup und kalt gepresstes Öl.

Prinzipiell kann so gut wie jedes Nahrungsmittel eine Nahrungsmittelunverträglichkeit oder gar eine Nahrungsmittelallergie auslösen, vor allem bei allergisch vorbelasteten Kindern.

Deshalb hat es sich bewährt, bei der Einführung eines neuen Lebensmittels dieses eine Woche lang ausschließlich zu verwenden. Erst wenn sich gezeigt hat, dass das Baby dieses Lebensmittel verträgt, kann wieder ein anderes dazu kommen. Bei Kindern mit erhöhtem Allergierisiko ist selbst gekochte Nahrung deswegen oft besser, weil man wirklich weiß, was dafür verwendet wurde. Eventuelle Allergie- oder Unverträglichkeitsauslöser lassen sich so schneller identifizieren.

 
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