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Kompromiss zwischen Stillen & Fläschchenernährung

Wenn es einer Frau nicht möglich ist, ihr Kind selbst zu stillen, kann das Abpumpen der Muttermilch von Vorteil sein. Das Kind bekommt die Milch dann später aus einem Fläschchen. Das kann beispielsweise nötig werden, wenn die Mutter wegen einer Krankheit zeitweilig von Kind getrennt ist oder wenn sie in ihren Beruf zurückkehrt.

 

Die Milchpumpen gibt es in Versionen für den Handbetrieb und auch in elektrischer Ausführung. Ist das Abpumpen über einen längeren Zeitraum geplant, ist eine elektrische Milchpumpe praktischer und einfacher. Sie können oft in Apotheken oder Sanitätshäusern gemietet werden.

Das Abpumpen der Milch ist einfacher, wenn die Umgebung ruhig und stressfrei ist. Hat die Frau vorher gestillt, ist es am besten, wenn sie das "Stillritual" einhält, also sich vielleicht in den gleichen Sessel setzt wie beim Stillen, die gleiche Musik hört usw. Der Milchspendereflex kann noch zusätzlich angeregt werden, wenn das Baby beim Abpumpen dabei ist. Oft reicht es sogar aus, wenn die Mutter sich ein Bild ihres Babys ansieht oder an einem seiner Kleidungsstücke riecht.

Anstelle des Abpumpens kann die Milch auch per Hand "ausgestrichen" werden. Die Technik ist nicht sehr kompliziert, man sollte es sich aber von einer Hebamme oder einer Stillberaterin zeigen lassen. Auch bei Milchstau oder Brustentzündung ist es hilfreich, wenn die Brust entleert ohne aufwändige Gerätschaften entleert werden kann.

Die abgepumpte Milch muss in sterilen Gläsern oder Flaschen aufbewahrt werden. Bei Zimmertemperatur ist sie etwa sechs bis acht Stunden haltbar, im Kühlschrank etwa drei Tage. Eingefrorene Muttermilch hält sich bei mindestens -18°C bis zu sechs Monate.

 

Eingefrorene Milch muss langsam und schonend aufgetaut werden, damit die wertvollen Inhaltsstoffe nicht zerstört werden. Am besten ist es, die Muttermilch im Kühlschrank oder bei Raumtemperatur langsam auftauen zu lassen. Zum Füttern muss sie dann auch nicht auf Körpertemperatur erwärmt werden, sie kann auch bei Raumtemperatur verfüttert werden.

Aufgetaute Milch hält sich im Kühlschrank noch etwa 24 Stunden, sollte aber nicht wieder eingefroren werden.

Da die abgepumpte Muttermilch natürlich nicht homogenisiert ist, trennt sie sich während der Lagerung in eine sahnige und eine wässrige Phase. Vor dem Füttern sollte die Milch deswegen vorsichtig geschüttelt werden.

 
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