Für das Kind hat das Stillen nur Vorteile. Es wird jederzeit ohne Verzögerung gefüttert, weil ja kein Fläschchen zubereitet werden muss, die Milch ist perfekt auf seine Bedürfnisse abgestimmt, und als "Bonus" ist es während des Saugens auch noch seiner Mutter ganz nahe.
Für die Mutter ist es praktisch, weil es keine Probleme mit der Dosierung oder Zubereitung gibt, die Milch ist sozusagen immer entnehmfertig. Das Kind trinkt genau so viel oder so wenig es braucht. Zudem ist das Stillen unschlagbar billig und spart bis zu 1000 Euro im Jahr.
Für die weitere Ernährung kann es sich als vorteilhaft erweisen, dass der Säugling über die Muttermilch schon an unterschiedliche Geschmacksrichtungen gewöhnt ist. Nach dem Abstillen kann es also sein, dass ein Kind Nahrung besser akzeptiert, wenn es den Geschmack schon ein bisschen von der Muttermilch her kennt.
Dem Stillen werden eine ganze Anzahl von positiven Auswirkungen zugeschrieben, und zwar bei weitem nicht nur für das Kindesalter, sondern für das ganze Leben. Infektionen im Kindesalter kommen bei gestillten Kindern deutlich weniger häufig vor, die Säuglingssterblichkeit wird gesenkt, Neurodermitis, Asthma und Heuschnupfen treten seltener auf und die Darmflora ist deutlich leistungsfähiger. Vom Stillen profitiert außerdem die Sprachentwicklung des Kindes, da das Saugen an der Brust die auch für das Sprechen verwendete Mundmuskulatur fördert, was bei der Ernährung mit der Flasche nicht der Fall ist.
Das Stillen ist auch ein wichtiger Bestandteil der Rückbildung des Körpers nach der Schwangerschaft. Durch das Saugen des Kindes an der Brust wird Oxytocin ausgeschüttet, das die Rückbildung der Gebärmutter anregt.


