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Besser als Abstillen: Zwiemilchernährung

Meist wird davon abgeraten, einem Kind, das gestillt wird, auch noch die Flasche zu geben. Es soll in diesen Fällen zu der so genannten Saugverwirrung kommen können, bei der das Kind schließlich die Brust verweigert. In manchen Fällen ist es aber sinnvoll, den Säugling noch zusätzlich mit der Flasche zu füttern.

 

Zwiemilchernährung bedeutet, dass das Baby mit Muttermilch und einer Fertigmilch ernährt wird. Das kann nötig werden, wenn die Stillprobleme so groß sind, dass das Kind nicht zunimmt, oder wenn die Brust wirklich zu wenig Milch produziert.

Die Zwiemilchernährung kommt zum Einsatz, wenn das Baby auf Dauer an der Brust einfach nicht satt wird oder wenn die Mutter beim Stillen solche Beschwerden hat, dass sie nicht voll stillen kann. Aber auch wenn die Mutter nicht immer anwesend ist kann die Zwiemilchernährung ein Ausweg sein, obwohl hier die Ernährung mit abgepumpter Muttermilch üblicherweise vorgezogen wird.

Von vielen Ärzten und Hebammen wird die Zwiemilchernährung im Vergleich zum kompletten Umstieg auf die Flaschennahrung als das kleinere Übel betrachtet. So bekommt das Baby zumindest einen Anteil der wertvollen Inhaltsstoffe der Muttermilch, und auch die innige Nähe beim Stillen kann es genießen.

 

Für die Zwiemilchernährung gibt es zwei Methoden: Entweder bekommt das Baby nach dem Trinken an der Brust zusätzlich noch ein Fläschchen, oder es werden komplette Stillmahlzeiten durch Falschenmahlzeiten ersetzt. Ziel ist es, den Säugling ausreichend zu ernähren, ohne gleich das Stillen aufzugeben. Unter Umständen kann es gelingen, durch häufiges Anlegen die Stillprobleme zu überwinden und den Milchfluss in Gang zu bringen.

Das Problem ist oft, dass das Trinken aus der Flasche einfacher geht und dem Kind das Saugen an der Brust schlichtweg zu anstrengend ist. Um dieses Problem ein bisschen zum umgehen, kann man bei einem Teesauger das Loch so weit vergrößern, bis aus der senkrecht gehaltenen Flasche alle drei Sekunden ein Tropfen austritt. Diesen Sauger dann für die Flaschenfütterung verwenden. So muss das Baby sich auch beim Trinken aus der Flasche anstrengen.

 
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