Baby Community  
Kinderwunsch  |   Schwangerschaft  |   Vornamen  |   Geburt  |   Ernährung  |   Entwicklung  |   Gesundheit


Das Geburtsrad

Die Entbindung im Geburtsrad oder auch Romarad gehört zu den sitzenden Gebärpositionen. Das Romarad ist eigentlich kaum mehr als eine leichte Weiterentwicklung eines herkömmlichen Gebärstuhls, der zwischen zwei Reifen aufgehängt wurde.

 

Der Gebärstuhl bzw. Gebärhocker ist so in das Rad eingefügt, dass die Gebärende nahezu schwerelos darin schwebt. Für die Füße hat das Geburtsrad Stützen, ähnlich wie ein Gynäkologenstuhl. Um eine andere Beinhaltung zu ermöglichen, hat das Romarad auch noch Schlingen, in die die Beine gelegt werden können. Die Hände der Gebärenden finden an den Reifen selbst Halt.

Das Geburtsrad kann nicht nur in aufrechter Position verwendet werden, sondern die Lage der Gebärenden kann auch unterschiedlich geneigt werden. So kann beispielsweise in der aufrechten Position die Schwerkraft den Geburtsvorgang optimal unterstützen, etwa bei der Öffnung des Muttermundes. Eine österreichische Studie hat 1996 ergeben, dass Geburten mit dem Romarad kürzer sind, und dabei weniger Schmerzmittel zum Einsatz kommen.

Gleichzeitig ist es, weil das Rad ja grundsätzliche wie ein Gebärstuhl konstruiert ist, Hebamme und Arzt möglich, die Geburt jederzeit im Auge zu haben. Die aufrechte Haltung erlaubt es der Gebärenden auch, die Geburt des eigenen Kindes mitzuverfolgen – ein deutlicher Vorteil gegenüber anderen Gebärpositionen! Zudem unterstützt die aufrechte Haltung die Atmung und lässt eine verbesserte Durchblutung der gesamten Beckengegend zu.

Mehrfache Mütter erzählen gelegentlich, dass sie während der Wehen ihren Rücken im Geburtsrad besser entspannen konnten als im Bett.

 

Je nach persönlicher Vorliebe fühlen sich Schwangere in dem Romarad entweder sehr wohl und genießen das hängemattenähnliche Gefühl und das beruhigende Schaukeln, oder sie vermissen den Halt einer solideren Unterlage. Diese Frauen bevorzugen dann für die Entbindung ein Bett oder gehen in die Hocke oder den Vierfüßlerstand.

Wer eine Entbindung im Geburtsrad plant, sollte auf jeden Fall vorher rechtzeitig testen, wie es sich anfühlt. Ist das Gefühl auch nur im Geringsten unangenehm, kann noch problemlos auf eine andere Gebärposition umgeschwenkt werden. Generell empfehlen Geburtshelfer, sich nicht starr auf eine Gebärposition festzulegen und dann starr an ihr festzuhalten. Wenn die Position während der Geburt unangenehm wird, kann und sollte die Gebärende jederzeit eine andere Position einnehmen.

Den Namen hat das Romarad übrigens von der Tochter des Erfinders Paul Degen. Der entwickelte das Geburtsrad und erprobte es in der eigenen Familie. Seine Tochter Roma kam als erstes Kind im Geburtsrad auf die Welt.

 
Neueste Forenbeiträge:

Geburtsbeckenverleih/W...
Hallo an alle, ich habe 3 von 4 Kindern im Geburtsbecken zuhause auf die Welt...

Re: Die Geburt meiner ...
Ich bin sehr früh schwanger geworden ,mit 17, ich habe meinen 18 geb. nicht...

Gewinnaktion mit Gebur...
Nehmt an unserer Gewinnaktion teil! Zu gewinnen gibt es 5 x 1 Exemplar von Willkommen...

Und viele weitere Themen im
Forum zur Geburt