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Geburtsvorbereitungskurse sind gut für Körper & Geist

In Deutschland steht jeder Frau während der Schwangerschaft die Betreuung durch eine Hebamme oder einen Arzt zu. Dieses Angebot nimmt praktisch jede Schwangere wahr, aber nicht alle bereiten sich in gleichem Maße auf die Geburt vor.

 

Die Vorbereitung auf die Geburt hat zwei Seiten: die körperliche und die geistige. Der Körper kann seine Aufgabe zwar fast völlig "allein" erledigen, also auch ohne aktive Mithilfe, aber für die geistige Vorbereitung auf die Geburt ist die Schwangere zumindest auf den Erfahrungsaustausch mit anderen Frauen angewiesen.

Gerade Frauen, die zum ersten Mal schwanger sind, haben Angst vor Schmerzen oder davor, ihrem Kind aus Unwissenheit zu schaden. Hier hilft nur Information, Kommunikation und Verständnis.

Schwangere können sich für die unterschiedlichsten Kurse entscheiden, von den eher praktischen Kursen mit Schwangerschaftsgymnastik, Atemübungen und Massage zu den theoretischen Informationsangeboten zu den verschiedenen Entbindungstechniken, zum Stillen und zur Säuglingspflege, oder für Kurse die eine Mischung aus all dem bieten.

Eine der besten Vorbereitungsmöglichkeiten auf die Geburt und auch auf die erste Zeit mit dem neugeborenen Kind sind die vielen Geburtsvorbereitungskurse, die von Krankenkassen, Frauenärzten oder Geburtshäusern angeboten werden. Typische Inhalte in diesen Kursen sind Informationen über den Schwangerschaftsverlauf und über die Geburt und die verschiedenen Möglichkeiten der Entbindung. Es werden Atem- und Entspannungstechniken gelehrt, und Anleitungen zur Partnermassage gegeben. Bei vielen Kursen können die Teilnehmer sogar einen Kreißsaal besichtigen. Es wird über Kaiserschnitt und PDA (Periduralanästhesie) gesprochen, und für die Zeit nach der Entbindung werden Tipps zum Stillen und zur Babypflege gegeben.

 

Nicht zu unterschätzen ist bei den Vorbereitungskursen auch der Kontakt zu anderen Schwangeren, bzw. zu anderen Paaren in der gleichen Situation. Der regelmäßige Austausch wird von Schwangeren und Paaren jetzt oft als besonders wichtig empfunden, vor allem wenn in der Familie oder im Freundeskreis gerade niemand in der gleichen Lage ist.

Die meisten Geburtsvorbereitungskurse dauern um die zehn Wochen, weshalb man nicht später als in der 25. Woche damit beginnen sollte. Anmelden sollte man sich aber auf jeden Fall noch früher, weil manche Kurse schnell ausgebucht sind. In der Regel erstattet die Krankenkasse zumindest einen Teil des Kurses für die Schwangere, der Partner oder die Freundin – wenn die Schwangere sich begleiten lässt – muss selbst zahlen.

Nicht zu vernachlässigen ist aber auch die Vorbereitung beispielsweise der Wohnsituation – so sollten bis zum errechneten Geburtstermin zumindest eine Schlaf- und eine Wickelmöglichkeit für das Kind geschaffen werden.

Sehr hilfreich kann es auch sein, wenn die Schwangere sich einen Geburtsplan zurechtlegt, also vorher schon aufschreibt, was sie bei der Entbindung unbedingt machen möchte und was sie auf keinen Fall will. Praktisch ist das besonders dann, wenn die eigene Hebamme nicht an der Geburt teilnehmen kann und die Gebärende auf eine Vertretung angewiesen ist. Der Geburtsplan stellt sicher, dass in der Hitze des Gefechts die wichtigsten Informationen nicht vergessen werden. Falls Komplikationen oder Notfälle eintreten, werden Hebamme und/oder Arzt eventuell gegen die vorher geäußerten Wünsche der Gebärenden handeln müssen.

 
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