Die Medizin unterscheidet die Allergien hauptsächlich nach der genauen Reaktion des Immunsystems. Im Alltag wird jedoch oft nach der Art des Kontakts mit dem Allergen unterschieden.
Eine sehr häufige Art der Allergie ist nach dieser Definition die Inhalationsallergie, also eine Allergie bei der das Allergen eingeatmet wird. Die Allergene werden in diesem Fall über die Luft transportiert und gelangen so in Atemwege und Augen. Dies trifft beispielsweise bei Pollen, Hausstaub (genauer gesagt dem Kot der Hausstaubmilbe), Schimmel- und anderen Pilzen und Tierhaaren zu.
Aber auch Mehl und Holzstaub können auf diese Weise Allergien auslösen. Dasselbe gilt für Bestandteile von Kunststoffen, die sich bei deren Herstellung in Form von Dämpfen verbreiten oder auch die Dünste von Kraftstoffen.
Die typischen Symptome einer solchen Allergie zeigen sich meist auch an den Atemwegen und den Augen, also da, wo das Gewebe auch tatsächlich Kontakt mit dem Allergen hatte. in der Regel in der Form von Heuschnupfen. Die Nase läuft, die Schleimhäute schwellen an, oft kommt es auch zu einer Reizung des Rachenraums mit Husten und Atembeschwerden. Die Augen brennen, jucken und tränen, die Bindehäute röten sich.
Besonders oft werden Inhalationsallergien durch Birken- und Gräserpollen ausgelöst. Tierhaarallergene werden ebenfalls über die Atemwege aufgenommen. Allerdings lösen nicht die Haare selbst die Allergie aus, sondern daran haftende Eiweiße aus Hautschuppen, Talg und Speichel. Auch bei der Hausstauballergie handelt es sich nicht um eine Allergie gegen Hausstaub, sondern gegen den Kot der Hausstaubmilbe.
Die über die Luft verbreiteten Allergene sind unvorstellbar klein und so schwebfähig, dass sogar in der Antarktis schon Katzenhaarallergene gefunden wurden.
Wird Heuschnupfen, egal durch was er ausgelöst wird, nicht behandelt, kann es zu dem gefürchteten Etagenwechsel kommen. Die allergischen Beschwerden wandern von den oberen in die unteren Atemwege und werden vom relativ harmlosen Heuschnupfen zum ungleich gefährlicheren Asthma.


