Pollenallergien werden durch den Pollen von Pflanzen, hauptsächlich von Bäumen und Gräsern, ausgelöst. Pollen sind grob gesagt der Blütenstaub, den eine Pflanze entlässt, um ein anderes Exemplar zu bestäuben. Mit am häufigsten lösen Birken und Roggen mit ihrem Pollen Allergien aus.
Pollen wird entweder zum Zweck der Bestäubung entweder durch Tiere wie Bienen oder Vögel übertragen, oder aber durch den Wind. Natürlich ist es gerade der vom Wind transportierte Pollen, der Allergikern Probleme bereitet, weil er bei ihnen brennende, juckende Augen, Niesen und Schnupfen auslöst, in schlimmen Fällen sogar Asthma.
Auslöser für diese allergische Reaktion sind Eiweiße und Fettstoffe im Pollen, die dieser bei Kontakt mit Feuchtigkeit, also beispielsweise in Augen und Nase, freisetzt.
Besonders oft löst Birkenpollen Allergien aus, ebenso der Pollen von Haselsträuchern und Erlen. Allergien gegen Eschenpollen sind sehr selten, dafür aber in der Regel sehr stark ausgeprägt.
Bei den Gräsern löst der Pollen von Bermudagras, Honiggras, Knäuelgras, Rispengras, Windhafer, Roggen und Wiesenfuchsschwanz besonders häufig Allergien aus. Auch Flieder, Beifuß, Wegerich, Sauerampfer, Löwenzahn und Mais können mit ihrem Pollen allergische Reaktionen verursachen.
Seit einigen Jahren breitet sich in Europa auch das Beifußblättrige Traubenkraut (Ambrosia) aus. Diese ursprünglich aus Nordamerika stammende Pflanze verfügt über besonders aggressive Allergene, die schon in kleinen Mengen Heuschnupfen und Asthma auslösen. Sogar der Hautkontakt mit den Blüten kann zu allergischen Reaktionen führen. Besonders belastend ist für Allergiker auch die Verlängerung ihrer Leidenszeit, da das Traubenkraut bis weit in den Oktober hinein blühen kann.
Damit Allergiker während der Blütezeit der Pflanzen ihr jeweiliges Allergierisiko einschätzen können, geben verschiedene Einrichtungen jedes Jahr einen Pollenflugkalender (auch: Pollenkalender) heraus. Die Vorhersagen basieren dabei auf den Pollenflugdaten der Vorjahre, können also in Abhängigkeit von speziellen Wetterlagen in bestimmten Regionen nur grobe Anhaltspunkte geben.
Bei vielen Pollenallergien kommt es zusätzlich zu Kreuzallergien. Die betroffene Person ist dann nicht nur gegen bestimmte Pollen allergisch, sondern meist auch gegen bestimmte Lebensmittel, die mit dem Erstauslöser meist nicht einmal verwandt sind.


