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Nickelallergie

Die Nickelallergie wird durch den Kontakt mit Gegenständen die Nickel, genauer gesagt Nickelsulfat, enthalten ausgelöst. Auch nickelhaltige Lebensmittel können die Allergie auslösen.

 

Nickel ist Bestandteil vieler Metalllegierungen, so dass es in vielen Gegenständen enthalten ist. Jeder dieser Gegenstände kann ein Ekzem verursachen. Aus Nickel hergestellt bzw. nickelhaltig sind oft Modeschmuck, Uhren, Gürtelschnallen, Hosenknöpfe und Nieten, Brillengestelle, Besteck und Münzen. Auch Waschmittel und Kosmetika können Nickel enthalten.

In manchen Lebensmitteln ist von Natur aus viel Nickel enthalten, dazu gehören Nüsse, Hülsenfrüchte, Kakao und Erdbeeren. Auch Zigaretten enthalten Nickel.

Die Nickelallergie ist eine der häufigsten Allergien überhaupt. In Deutschland kommt sie deutlich seltener vor, seit der erlaubte Nickelgehalt in Gegenständen, die länger mit der Haut in Berührung kommen, gesetzlich geregelt ist.

Typischerweise zeigt sich bei Menschen mit einer Nickelallergie nach dem Kontakt mit Nickel ein Ekzem. Es entwickelt sich innerhalb weniger Stunden an der Stelle, die mit dem nickelhaltigen Gegenstand in Berührung gekommen ist, also beispielsweise an den Ohrläppchen, wenn die Ohrringe Nickel enthalten, oder an der Hand, wenn der Betroffene eine nickelhaltige Münze in der Hand gehalten hat.

Die Ekzeme bilden sich mit der Verwendung von entsprechenden Cremes oder Salben meist sehr schnell zurück, vor allem wenn ein weiterer Kontakt mit Nickel vermieden werden kann.

 

Wie bei anderen Allergien sollte auch bei einer Nickelallergie der Kontakt mit dem Allergen möglichst gemieden werden. In schweren Fällen kann unter Umständen auch eine Ernährungsumstellung Hilfe bringen. Dabei werden alle nickelhaltigen Lebensmittel gemieden, also Nüsse, Kakao, Hülsenfrüchte, aber auch Soja, Hefe und Muscheln.

Eine solche nickelarme Diät ist jedoch umstritten. Zwar ist die Rolle von Nickel im Organismus noch nicht vollständig erforscht, es scheint aber doch eine wichtige Rolle zu spielen. So sollen Forschungen ergeben haben, dass ein Nickeldefizit auch die Eisenaufnahme beeinträchtigt, und dass bei Eisenmangel mehr Nickel aufgenommen wird. Auch wird während der Schwangerschaft mehr Nickel vom Körper aufgenommen.

Es kann auch vorkommen, dass der nickelhaltige Gegenstand im eigenen Körper ist, beispielsweise im Zahnersatz. Dann muss das Material entfernt und durch ein anderes Implantat aus nickelfreiem Material ersetzt werden.

Wer berufsbedingt häufig mit Nickel in Kontakt kommt, muss unter Umständen einen anderen Beruf ergreifen. Dies gilt vor allem für Berufe wie Juweliere, Uhrmacher und Kassierer.

 
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