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Allergietests

In den allermeisten Fällen folgt auf die Anamnese mindestens ein Allergietest. Meist wird das der klassische Pricktest sein, bei dem Allergene auf die Haut aufgebracht werden. Die Haut wird dann angepiekst (englisch: to prick), damit die Allergene unter die Haut gelangen.

 

Beim Pricktest bilden sich schon nach etwa zehn Minuten Quaddeln an den Stellen, an denen eine allergische Reaktion stattfindet. Der Pricktest wird durchgeführt bei Verdacht auf eine Allergie auf Pollen, Tierhaare, Latex, Insektengift und Hausstaubmilben. Weniger oft wird er verwendet, wenn es sich voraussichtlich um eine Allergie auf Schimmelpilze, Medikamente und Nahrungsmittel handelt.

Kann mit dem Pricktest keine Allergie nachgewiesen werden, kann der Arzt auch einen Intrakutantest machen. Dabei werden die Allergene direkt unter die Haut gespritzt, eine eventuelle allergische Reaktion also schneller provoziert. Der Test funktioniert ähnlich wie der Pricktest, ist aber schmerzhafter. Die Gefahr eines anaphylaktischen Schock ist beim Intrakutantest höher als beim Pricktest.

Der Patch-Test kann herausfinden helfen, ob der Patient an einer Kontaktallergie leidet. Der Patch-Test wird mit bis zu 25 Substanzen durchgeführt, die dem Patienten mit einem Pflaster (englisch: patch) auf die Haut geklebt werden.

Der Patch-Test wird bei Verdacht auf Allergien gegen Metalle wie Nickel, Kobalt, Quecksilber und Chrom), gegen Kunstharze und Lösungsstoffe, gegen Duftstoffe, Medikamente, Farben, Kosmetika und andere Substanzen durchgeführt.

 

Pricktest, Intrakutantest und Patch-Test sind Provokationstest: Durch den direkten Kontakt mit dem Allergen wird eine allergische Reaktion provoziert. Gelegentlich wird das Allergen sogar direkt in die Augen oder auf die Nasenschleimhaut gebracht. Bei allen diesen Tests kann es zu allergischen Reaktionen bis hin zum anaphylaktischen Schock kommen.

Haben die Hauttests nichts ergeben, oder ist ein schonenderes Verfahren nötig, können Allergien auch anhand von Bluttests herausgefunden werden. Dazu werden Blutproben genommen, die dann im Labor untersucht werden. Bei den Labortests wird der Gehalt an dem Antikörper Immunglobulin E (IgE). Der Wert ist bei Allergikern deutlich höher als bei nicht-allergischen Personen.

Der Labortest ist im Vergleich zu den Hauttests völlig ungefährlich, weil der Allergiker nicht selbst mit dem Allergen konfrontiert wird. Hauttests lassen sich zudem leicht vom Zustand der Haut bzw. von verwendeten Pflegeprodukten verfälschen. Abgesehen von der Blutabnahme ist er völlig unbelastend für den Patienten und kann auch bei Babys durchgeführt werden.

 
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