Vorbeugen kann man einer Allergie nicht wirklich. Das Allergen oder die Allergene müssen gemieden werden, um keine allergische Reaktion hervorzurufen. Bei Babys geht es auch darum, den Kontakt mit bekannten Allergenen möglichst lange hinauszuschieben.
Eine vollwertige Ernährung der Mutter während der Schwangerschaft soll mit dazu beitragen können, dass das Allergierisiko des Kindes später möglichst klein ist. Verschiedene Umweltfaktoren können das Entstehen von Allergien begünstigen. Dazu gehören Tabakrauch, Schimmel, Hausstaubmilben, Haustiere, und auch viele Kosmetika.
Bei Kindern im ersten Lebensjahr, die in Hinblick auf Allergien erblich vorbelastet sind, ist daher besondere Vorsicht geboten. Wissenschaftliche Studien haben ergeben, dass gestillte Kinder in gewissem Umfang vor Allergien geschützt sind. Sie erkranken seltener an Asthma, an Heuschnupfen und auch an Neurodermitis.
Wird ein Kind nicht gestillt, ist eine hypoallergene Babynahrung (HA-Nahrung) eine Alternative. In ihr wurden die Bestandteile der Kuhmilch so verändert, dass das Immunsystem überlistet wird. HA-Nahrung kann so dazu beitragen, den Kontakt mit einer allergenen Substanz möglichst lange hinauszuzögern.
Beim Zufüttern muss ebenso auf möglichst allergenfreie Lebensmittel zu achten. Bewährt haben sich beispielsweise Kartoffeln, Erbsen, Möhren, Apfel, Birnen, Bananen, Mais und Reis. Ein neues Lebensmittel sollte immer mindestens eine Woche lang ausschließlich gefüttert werden, damit sich das Kind daran gewöhnt und damit eventuelle allergische Reaktionen sicher einem bestimmten Lebensmittel zugeordnet werden können.
Weiterhin lässt sich das Risiko von Allergien vermindern, wenn während des ersten Lebensjahres keine Lebensmittel gefüttert werden, die bekanntermaßen häufig Allergien auslösen. Dazu gehören beispielsweise Kuhmilch, Ei, Nüsse, Südfrüchte, Fisch und Sojaprodukte.
Bei Kindern besteht übrigens auch die Chance, dass sie aus einer Allergie sozusagen herauswachsen. Gerade Kinder, die als Baby allergisch auf bestimmte Nahrungsmittel reagiert haben, legen diese Allergie bis etwa zum fünften Lebensjahr ab. Allerdings besteht die Gefahr, dass sie dann allergisch auf andere Substanzen reagieren, beispielsweise auf Pollen.


