Babymassage ist bei uns in den letzten Jahren immer beliebter geworden und gilt als ausgezeichnete Möglichkeit, die Bindung zwischen Eltern und Baby zu stärken. Neu ist das Konzept dabei beileibe nicht, es ist seit Jahrhunderten in der alten indischen Lebenslehre Ayurveda bekannt.
Vorrangig werden Babys im Alter von vier Wochen bis zu sechs Monaten massiert, aber es spricht nichts dagegen, auch Kleinkinder zu massieren, wenn es ihnen Spaß macht. Das Ziel der Babymassage ist die Entspannung des Kindes und die Entwicklung seiner Körperwahrnehmung. Auch als Hilfsmittel gegen Unruhe und vor allem gegen Blähungen bis hin zu den bekannten Drei-Monats-Koliken wird die Babymassage empfohlen.
Besonders Frühgeborene profitieren von Massagen. Sie legen nachgewiesenermaßen fast 50% mehr Gewicht zu als nicht massierte Frühchen. Massierte Babys sollen weniger weinen und besser schlafen.
Allgemein anerkannt ist auch die Tatsache, dass durch die Massage des Babys das Band zwischen massierendem Elternteil und massiertem Baby fester geknüpft wird. Babys entwickeln sich mit viel liebevollen Berührungen besser, und Eltern entwickeln ein besseres Gespür für ihr Baby und seinen Körper.
Ein guter Zeitpunkt für die Massage ist beispielsweise abends nach dem Waschen oder Baden. So kann sich das Baby nach den Aufregungen des Tages entspannen und hinterher ruhig einschlafen. Das Baby sollte aber unbedingt noch wach und aufmerksam sein und keinen Hunger haben.
Die Babymassage muss an einem warmen Ort, vielleicht auf der Wickelkommode im warmen Bad, durchgeführt werden, damit das Kind nicht auskühlt. Auch die Hände des Masseurs müssen warm sein; mit etwas neutralem, angewärmtem Öl gleiten die Hände besser.
Wichtig ist vor allem der richtige Druck: Zu starkes Reiben und Pressen tut dem Kind weh, zu zögerliches und übervorsichtiges Anfassen dagegen macht Babys oft nervös. Normalerweise finden Eltern aber schnell heraus, welche Berührung ihrem Kind angenehm ist.
Massiert werden kann beispielsweise die Hand des Babys, die oft zu einer Faust geschlossen ist. Bei der Massage mit dem Daumen über die Innenfläche der Hand und bis zu den einzelnen Fingerspitzen streichen.
Bei der Massage der Füße streicht man mit dem Finger von der Ferse bis hin zu den Zehen. Dabei immer abwarten, bis sich das reflexartigen Einkrallen der Zehen wieder löst.
Im Gesicht des Babys wird die Kaumuskulatur massiert, damit sich durch das Saugen entstandene Verspannungen lösen. Dazu massiert man mit dem Daumen die Kiefermuskeln vom Mundwinkel bis hin zu den Ohren.
Die Massage der Gliedmaßen sollte symmetrisch erfolgen, also beide Arme gleich oft massieren, ebenso wie die Beine.
Den Rumpf kann man massieren, indem man mit der Handfläche von einer Schulter quer über den Rumpf zum gegenüberliegenden Bein streicht, dann das Ganze auf der anderen Seite mit der anderen Hand wiederholt.


