Baby Community  
Kinderwunsch  |   Schwangerschaft  |   Vornamen  |   Geburt  |   Ernährung  |   Entwicklung  |   Gesundheit


Erste Hilfe bei Atemnot

Atemnot kommt bei Babys und Kleinkindern sehr häufig vor, aus den unterschiedlichsten Gründen. Ziel der Ersten Hilfe in diesen Fällen muss immer sein, die Sauerstoffversorgung des Kindes sicherzustellen, um das Ersticken des Kindes zu vermeiden. Ohne Sauerstoff stirbt ein Mensch schneller als ein Notarzt kommen kann.

 

Um effektiv helfen zu können, muss zu allererst die Ursache für die Atemnot festgestellt werden: Sind die Atemwege von einem Fremdkörper oder durch Pseudo-Krupp blockiert oder ist eine Erkrankung der Lunge (Lungenentzündung, Lungenverletzung) die Ursache, die nur vom Arzt behandelt werden kann?

Atemnot ist immer sehr beunruhigend für das Kind, daher muss zuerst das Kind beruhigt werden, damit seine Angst die Lage nicht nur verschlimmert. Enge Kleidung muss gelockert werden, für ausreichend Frischluft sollte gesorgt sein.

Kinder können in aufrechter Haltung oder zumindest mit erhöht gelagertem Oberkörper besser atmen. Meist nehmen sie automatisch die Körperhaltung ein, in denen sie am besten atmen können, deshalb sollte man sie nicht zu einer anderen Haltung nötigen.

Falls die Atemwege von einem Fremdkörper blockiert sind, muss dieser entfernt werden. Oft können Kinder die blockierenden Gegenstände zumindest so weit aushusten, dass sie aus dem Mund entfernt werden können.

Viele Gegenstände lassen sich vergleichsweise einfach mit Hilfe der Schwerkraft entfernen, indem man das Kind kopfüber hochhebt. Leichte oder festgeklemmte Fremdkörper reagieren gut auf den Heimlich-Griff, bei dem sie mit einer künstlich erzeugten Druckwelle herausbefördert werden.

 

Beim Heimlich-Handgriff umfasst der Helfer den Patienten von hinten. Eine Hand liegt, zur Faust geballt, unterhalb der Rippen und des Brustbeins. Mit der anderen Hand zieht der Helfer die Faust ruckartig nach hinten und oben. Dabei wird Luft aus der Lunge mit hohem Druck in die Luftröhre befördert und kann so die Blockierung lösen.

Der Heimlich-Griff sollte nicht bei bewusstlosen Patienten angewendet werden. Bei kleineren Fremdkörpern, beispielsweise Fischgräten, ist er wirkungslos, weil der Luftstrom daran vorbei kommt, ohne den Fremdkörper mitzureißen.

Wird die Atemnot von einer Pseudo-Krupp-Erkrankung verursacht, kann dem Kind feuchtkühle Luft helfen, die die Atemwege entspannt. Es hat sich bewährt, das Kind beispielsweise neben eine kühle Dusche zu stellen oder in seinem Zimmer feuchte Tücher aufzuhängen. Oft reicht es sogar schon, dem Kind etwas Kühles zu trinken zu geben. Auch das Kühlen des Halses von außen ist oft hilfreich.

Bei schlafenden Babys kommt es übrigens immer wieder mal zum Atemstillstand. Ihr Atemrhythmus hat sich noch nicht gefestigt, so dass sie in Extremfällen sogar bis zu 20 Sekunden lang nicht atmen. Manche atmen danach einfach im Schlaf weiter, andere erwachen kurz und atmen dann weiter. Diese Verhalten stabilisiert sich aber nach dem ersten halben Lebensjahr.

Muss man das Kind doch beatmen muss, gilt bei Säuglingen: Sie werden nicht nur in den Mund beatmet, sondern in Mund und Nase gleichzeitig. Bei ihnen wird der Kopf auch nicht wie bei Erwachsenen überstreckt. Säuglinge werden sehr behutsam etwa 40-mal in der Minute beatmet. Atmung und Puls dabei wiederholt kontrollieren.

 
Neueste Forenbeiträge:

Re: Hilfe bei wunden P...
Auch meine Erfahrung beim [url=http://www.mybestbaby.de/pflege-hygiene/wundschutz/:2jpp8c3x]Baby-Wundschutz[/url:2jpp8c3x]...

Re: Babyphone Tipp
[quote="annika85":2hlrcxzq]liebe mamas, bald werde ich auch mama....

Re: Bisphenol-A in Sch...
Ja, davon hab ich auch schon gehört und kann es einfach nicht fassen! In anderen...

Und viele weitere Themen im
Forum zur Baby Gesundheit