Mückenstiche sind zwar oft lästig und jucken unangenehm, gefährlich sind sie in der Regel nicht, und es kommt auch nur selten zu Allergien. Anders ist das bei Bienen- und Wespenstichen. Allergien gegen Bienenstiche und gegen Wespenstiche sind weiter verbreitet als Allergien gegen andere Insektenstiche.
Durch das Gift von Bienen und Wespen kann es zu gefährlichen allergischen Reaktionen kommen. Sie sind viel bedrohlicher als normale Stiche. Zu erkennen ist eine allergische Reaktion auf einen Stich daran, dass die Einstichstelle deutlich stärker anschwillt als bei einem normalen Stich, die Rötung sich stark ausbreitet und dass sich große Quaddeln bilden. Zudem kann es zu Erbrechen und Atemnot kommen. Bei einem Kollaps mit kaltem Schweiß, verlangsamtem Herzschlag oder Herzrasen oder Bewusstlosigkeit sofort den Notarzt rufen.
Bei einem Bienenstich oder Wespenstich weint das Kind vor Schmerz meist sehr. Als erstes muss es also beruhigt werden. Bei einem Bienenstich ist der Stachel noch in der Einstichstelle zu sehen, denn bei Bienen haben die Stachel Widerhaken, die sie in der Haut festhalten und den Stachel vom Hinterteil der Biene abreißen. Bei einem Wespenstich fehlt der Stachel in der Stichwunde normalerweise.
Beim Bienenstich kann das sofortige Entfernen des Stachels dazu beitragen, dass weniger Beschwerden auftreten.
Um zu beurteilen, ob die Rötung sich ausbreitet, kann man mit einem Stift den Rand des geröteten Bereichs markieren. So sieht man jede Vergrößerung sofort.
Einstichstellen immer kühlen, entweder mit einem kalten Gel-Pack oder mit nassen, kalten Tüchern.
Bei einem Insektenstich im Mundraum kann man Kinder Eis lutschen lassen. Zusätzlich oder falls kein Eis zur Hand ist kann der Hals auch von außen gekühlt werden. In solchen Fällen immer den Notarzt rufen, denn es kann zu einer lebensbedrohlichen Atemnot kommen!
Der Notarzt sollte immer sofort gerufen werden, wenn auch nur der leiseste Verdacht auf eine allergische Reaktion besteht, denn ein anaphylaktischer Schock kann rasend schnell auftreten.
Wenn eine Allergie bekannt ist, sollte im Sommer je nach Stärke der Allergie natürlich sowieso immer ein Notfallset zur Hand sein, zumindest aber ein Antihistaminikum.


