Kinder toben gern und viel – und können sich dabei auch verletzen. Manchmal trägt ein Kind bei einem Unfall oder einem Sturz nicht nur Prellungen und Stauchungen, sondern auch eine Knochenbruch davon. Überraschenderweise lassen sich diese drei Möglichkeiten von einem Laien oft nicht problemlos unterscheiden.
Deutlich als Knochenbrüche zu erkennen sind offene Brüche, bei denen der Knochen durch die Haut nach außen drückt. Oft ist der Knochen zwar gebrochen, weil sich die Enden aber nicht gegeneinander verschieben, ist die Verletzung von außen nicht als Bruch zu erkennen.
Auch der alte Grundsatz "Wenn man es bewegen kann, ist es kein Bruch" trifft bei Knochenbrüchen von Kindern oft nicht zu. Manchmal können Kinder sogar noch mit einem gebrochenen Bein laufen.
Auf einen Knochenbruch weist es hin, wenn das Körperteil abnorm beweglich ist oder eine unnormale Stellung hat.
Auf jeden Fall sollte das verletzte Körperteil vorsichtig von Kleidung befreit werden. Auch Uhren u.ä. sollte man möglichst sofort abnehmen, da sie bei einer Schwellung oft nur noch extrem schmerzhaft oder gar nicht mehr abgenommen werden können.
Das Körperteil nicht unnötig bewegen. Durch sichere Lagerung und Polsterung ruhig stellen.
Falls es eine offene Wunde gibt: mit einem sauberen Verband abdecken.
Befindet sich das verletzte Körperteil in einer offensichtlich falschen Stellung, oder wenn mehrere Brüche vorliegen, muss der Notruf alarmiert werden.
Faustregel: Bei Brüchen der Beine den Rettungsdienst anrufen. Ist der Arm gebrochen, kann man den Arm ruhig stellen und das Kind selbst ins Krankenhaus bringen.


