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Erste Hilfe bei Verbrennungen & Verbrühungen

Verbrühungen sind bei Babys mit die häufigsten Verletzungen. Oft reicht schon das zu heiße Badewasser, manchmal ziehen sie einen brodelnden Suppentopf vom Herd oder reißen die Tischdecke mitsamt Kaffeekanne vom Tisch. Auch Verbrennungen ziehen sich Kinder schnell zu, da sie die Gefahr, die von offenem Feuer ausgeht, noch nicht einschätzen können.

 

Symptome für Verbrühungen und Verbrennungen sind starke Schmerzen, gerötete Haut bis hin zur Blasenbildung oder gar verkohlte Haut.

Bei Verbrühungen und Verbrennungen ist sofortiges Abkühlen extrem wichtig, um das Nachbrennen zu verhindern, also weitere Schäden durch die Hitze in Haut und darunter liegendem Gewebe.

Und so geht es: Sofort Kleidung von der betroffenen Stelle entfernen. Bei Verbrennungen Kleidung nur dann entfernen, wenn sie nicht mit der Haut verschmolzen ist!

Lauwarm-kühles Wasser über die betroffene Stelle laufen lassen. Dies geschieht am besten bis zur Schmerzlosigkeit, aber nicht länger als 20 Minuten.

Keinesfalls sehr kaltes Wasser oder Eis zum Kühlen verwenden! Der Kühleffekt ist zwar stärker und die Schmerzen verschwinden schneller, doch die Durchblutung der Stelle wird angeregt, weswegen der Schmerz danach um so stärker ist. Bei zu starker Kühlung kann die Haut sogar einen Kälteschaden erleiden.

 

Wenn es sich nur um eine harmlose Verbrennung oder Verbrühung handelt, heilt die Wunde an der Luft am besten ab, die Stelle also nicht mit einem Verband abdecken.

Ein feuchtes, sauberes Tuch oder eine Rettungsfolie auf die verbrannte bzw. verbrühte Haut legen bzw. das Kind darin einwickeln und das Kind zum Arzt oder ins Krankenhaus bringen.

Bei Verbrennungen im Gesicht oder nach einem Wohnungsbrand kann das Kind Rauch eingeatmet haben. Auch wenn die äußeren Anzeichen der Verbrennung eher harmlos aussehen, muss das Kind trotzdem unbedingt zum Arzt oder ins Krankenhaus. Der Rauch kann die Schleimhäute reizen, so dass sie anschwellen und es unter Umständen noch Stunden später zu einer lebensbedrohlichen Atemnot kommt.

Auf gar keinen Fall darf die Wunde mit etwas anderem als einem sterilen Verband werden. Die Verbrennung darf nicht mit "Hausmitteln" wie Salben, Butter, Puder oder ähnlichem behandelt werden. Salben, Cremes und Öle halten die Hitze im Gewebe fest und verhindern, dass Sauerstoff an die Wunde gelangt. Mehl oder Puder verkleben mit der Wunde und müssen mühsam und für das Kind sehr schmerzhaft abgewaschen werden.

Auch Salzwasser, Zahnpasta, Heilpflanzenöl oder Tigerbalsam fügen dem Kind nur zusätzliche Schmerzen zu und verursachen unter Umständen Verätzungen.

 
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