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Medikamente für Kinder sicher verwenden

Für die Zusammenstellung einer für das Baby geeigneten Hausapotheke sollte man unbedingt die Hilfe des Kinderarztes in Anspruch nehmen. Auf jeden Fall sollten immer spezielle Kindermedikamente bevorzugt werden, oder noch besser nebenwirkungsarme Hausmittel.

 

Viele Ärzte stehen vor einem Problem, wenn sie Babys und Kindern Medikamente verschreiben müssen: Die Wirkung wurde aus verständlichen ethischen Gründen nur an Erwachsenen getestet. Die Dosis für Kinder muss der Arzt meist selbst berechnen, aber auch dann besteht die Gefahr, dass der Körper des Kindes vollkommen anders auf das Medikament reagiert wie der eines Erwachsenen.

Am besten ist es natürlich, dem Baby möglichst wenig Medikamente zu geben und so unberechenbare Nebenwirkungen auf ein Minimum zu reduzieren. Auf keinen Fall darf man Kindern Medikamente geben, die jemand anderem verschrieben wurden. Auch bei eigens für Kinder entwickelten Medikamenten müssen die Hinweise zur Dosierung genauestens beachtet werden.

Auch für Erwachsene verordnete Salben, Cremes usw. sollten nicht ohne weiteres bei Kindern verwendet werden. Die Konzentration der verwendeten Wirkstoffe könnte bei ihnen eine schädliche Wirkung haben. Falls es doch nicht anders geht, sollte die Salbe so dünn und kleinflächig wie möglich aufgetragen werden.

Hausapotheke für das Baby:

  • Nasentropfen (Kochsalzlösung in Einzeldosen)
  • Fieberzäpfchen
  • schmerzstillende Zäpfchen
  • Hustentee oder Baby-Hustensaft
  • Elektrolyt-Lösung (gleich bei starkem Durchfall den Elektrolyt- und Flüssigkeitsverlust aus)
  • falls nötig: Medikamente gegen Allergie und/oder Asthma
  • Zinksalbe (für den wunden Po) und/ oder eine panthenolhaltige Heilsalbe (für kleinere Wunden)

Übrigens haben sich gerade für die einschlägigen Kinderbeschwerden wie Blähungen, Koliken, wunder Po, Milchschorf und beim Zahnen auch homöopathische Mittel bewährt.

Auf keinen Fall verwendet werden sollten:

  • Acetysalicylsäure (Aspirin) kann bei Kindern zu einer schweren Hirn- und Leberschäden führen!
  • Produkte die Minzöl (Menthol) oder Kampfer enthalten, können bei Kindern zum Atemstillstand führen! Das trifft für viele Erkältungsmittel zu, die die Atemwege befreien sollen.

 

Medikamente immer deutlich kennzeichnen! Auf einem Aufkleber sollte vermerkt werden, wann sie verordnet wurden, wie sie einzunehmen bzw. anzuwenden sind, und wann das Verfallsdatum ist. Medikamente, die das Haltbarkeitsdatum überschritten haben, können zum Entsorgen in die Apotheke gebracht werden.

Ein idealer Platz für das Medizinschränkchen ist das kühle Schlafzimmer. Warme, feuchte Aufbewahrung kann die Wirksamkeit der Medikamente beeinträchtige. Deshalb ist das Badezimmer ein ungeeigneter Aufbewahrungsort. Zudem sollten Medikamente natürlich für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden, etwa in einem verschließbaren Schrank.

 
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