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FSME nach Zeckenstich

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) wird durch den FSME-Virus ausgelöst und verursacht erkältungsähnliche Beschwerden und eine Entzündung der Hirnhaut und des Gehirns.

 

Vorbeugung gegen FSME ist durch den Schutz vor einem Zeckenstich (oft auch unrichtig als Zeckenbiss bezeichnet) möglich, also beispielsweise durch das Tragen von langärmligen Oberteilen und langen Hosen, aber auch eine Impfung bietet Schutz vor Ansteckung.

Die Grundimmunisierung besteht aus drei Teilimpfungen (landläufig auch Zeckenimpfung genannt); der Impfschutz muss nach drei bis fünf Jahren aufgefrischt werden.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung nicht generell, sondern nur für Angehörige der Risikogruppen. Dazu gehören die Bewohner von Risikogebieten, Menschen die in der Freizeit (beispielsweise Jogger) oder von Berufs wegen einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind (z.B. Forstarbeiter). Auch vor Reisen in Risikogebiete im Ausland wird die Impfung empfohlen.

Da fast 10% der in Deutschland gemeldeten Fälle von Impfkomplikationen den Impfstoff gegen FSME betreffen, rät die STIKO Eltern, die Impfung der Kinder mit dem Arzt sorgfältig abzuwägen, zumal die Krankheit bei Vorschulkindern leichter verläuft.

 

Übertragung:
FSME wird hauptsächlich durch den Stich einer Zecke übertragen. Selten kann auch eine Ansteckung durch den Genuss von unbehandelter Milch erfolgen. Die Infektion von Mensch zu Mensch ist nicht möglich.

Symptome:
Die Krankheit verläuft sehr unregelmäßig. Zwei bis 20 Tage nach der Ansteckung kommt es bei etwa 80% der Infizierten zu erkältungsähnlichen Beschwerden mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen.
Diese Beschwerden legen sich nach einigen Tagen, das Fieber sinkt. Etwa eine Woche danach kommt es bei etwa 10% der Betroffenen zu erneutem hohen Fieber. Kopfschmerzen und Erbrechen sind dabei Symptome für die Entzündung von Hirnhaut- und Gehirnentzündung.
Bei vielen Betroffenen treten allerdings gar keine oder nur geringe Krankheitsanzeichen auf.

Komplikationen:
In schweren Fällen kann die Meningoenzephalitis (Entzündung von Gehirn und Hirnhaut) auch zu monatelangen Lähmungen und sogar zum Koma führen.
In der Regel heilt die FSME aber auch in schweren Fällen völlig aus.

 
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