Hepatitis-A-Viren lösen eine Erkrankung aus, deren Hauptsymptom eine Entzündung der Leber ist. Sie heilt meist ohne Komplikationen und Folge-Erkrankungen aus und wird nicht chronisch. Eine Ansteckung bei uns ist sehr unwahrscheinlich.
Die meisten Ansteckungen erfolgen bei Auslandsaufenthaltung in Risikogebieten, etwa dem Mittelmeerraum, dem vorderen Orient, Südostasien, Afrika, Mittel- und Südamerika und auch Osteuropa.
Eine Impfung bietet guten Schutz gegen die Ansteckung mit Hepatitis A. Die Impfung von Kindern gegen Hepatitis A wird von der Ständigen Impfkommission (STIKO) nicht empfohlen und deswegen auch nicht von der Krankenkasse gezahlt. Die STIKO empfiehlt die Impfung nur für gefährdete Personen.
Prinzipiell ist es aber möglich, Kinder ab dem 12. Lebensmonat zu impfen. Der Impfschutz hält dann etwa 10 Jahre an.
Übertragung:
Die Ansteckung mit Hepatitis A geschieht meist über Kot und kotverschmutztes Trinkwasser, aber auch verunreinigte Lebensmittel, darunter vor allem Meeresfrüchte, können die Krankheit übertragen.
Auch direkter Kontakt mit einem Infizierten kann zu einer Ansteckung führen.
Symptome:
Nach 14 bis 48 Tagen zeigen sich erste erkältungsähnliche Beschwerden. Sie werden begleitet von Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen sowie Schmerzen im Oberbauch.
Auch die bekannten Gelbsuchtsymptome sind in der Regel zu beobachten, also eine gelbliche Verfärbung von Haut und Bindehaut.
Extrem selten soll es schon vorgekommen sein, dass die Hepatitis-A-Infektion für den Zerfall von Stammzellen im Knochenmark und in der Folge zum Tod kam.
Bei Babys ist der Verlauf in den allermeisten Fällen unauffällig, sie zeigen auch fast nir die einschlägigen Gelbsuchtsymptome.
Komplikationen:
Bei Kindern kommt ein schwerer Verlauf nur äußerst selten vor.
Komplikationen gibt es bei einer Hepatitis-A-Erkrankung meist nur, wenn die Leber des Infizierten schon vorher geschwächt oder beeinträchtigt war. In sehr vereinzelten Fällen kann Hepatitis A die Stammzellen des Knochenmarks schädigen und so zum Tod führen.


