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Impfung gegen Ansteckung mit Hepatitis B

Hepatitis B ist eine von Viren verursachte ansteckende Leberentzündung. Erkranken Neugeborene an Hepatitis B, wird die Leberentzündung in fast 90 Prozent der Fälle chronisch.

 

Seit 1995 empfiehlt die Ständige Impfkommission wegen der hohen Anzahl an Neuinfektionen eine Schutzimpfung gegen die Krankheit für alle Säuglinge, Kleinkinder und auch Jugendliche. Die Impfung besteht aus vier Teilimpfungen, die zwischen dem zweiten und dem 14. Lebensmonat gegeben werden. Die Impfung wird üblicherweise in Kombination mit anderen Impfungen durchgeführt.

Schwangere sollten sich ab der 32. Schwangerschaftswoche auf Hepatitis B untersuchen lassen. Sollten sie sich mit Hepatitis B angesteckt haben, lässt sich eine Infektion des Neugeborenen meist vermeiden, wenn das Kind sofort nach der Geburt passiv und aktiv immunisiert wird.

 

Übertragung:
Die Hepatitis-B-Viren sind in allen Körperflüssigkeiten vorhanden und werden hauptsächlich beim Geschlechtsverkehr übertragen. Auch der Kontakt mit anderen Körperflüssigkeiten wie Tränenflüssigkeit, Speichel und Muttermilch mit Schleimhäuten oder Hautwunden kann zur Ansteckung führen. Um sich mit Hepatitis B anzustecken reicht es schon aus, mit einer infizierten Person die Zahnbürste zu teilen.
Infizierte Schwangere können ihr Kind während der Schwangerschaft oder bei der Geburt mit der Krankheit anstecken.

Symptome:
Ein bis sechs Monate nach der Ansteckung mit Hepatitis B leiden zwei Drittel der Infizierten an erkältungsähnlichen Beschwerden, oft begleitet von Übelkeit bis hin zum Erbrechen. Entgegen der allgemeinen Meinung tritt nur bei etwa einem Drittel der Erkrankten auch eine Gelbfärbung des Haut und der Augen auf. Sowohl bei der akuten als auch bei der chronischen Erkrankung können die Symptome so unauffällig sein, dass die Krankheit nicht erkannt wird.

Komplikationen:
Die Hepatitis B ist eine der wichtigsten Ursachen von chronischen Leberentzündungen. Mögliche Folgen sind Leberzirrhosen oder Leberzellkarzinome (bösartige Krebserkrankungen der Leber).
Bei schweren Verläufen kann nach Leberversagen eine Lebertransplantation notwendig werden.
Bei bis zu zehn Prozent der erwachsenen Infizierten heilt die Hepatitis nicht aus, sondern wird chronisch. Je jünger die Infizierten sind, desto höher ist das Risiko, dass die Hepatitis chronisch wird. Erkrankte Kinder im Vorschulalter leiden in 10 bis 40% der Fälle an chronischer Hepatitis, Kleinkinder in 40 bis 70% der Fälle, infizierte Neugeborene sogar in 90% der Fälle.

 
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