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Hib-Impfung kann Hirnhautentzündung vermeiden

Haemophilus influenzae Typ b ist ein Bakterium, das bei Kindern teils lebensgefährliche Entzündungen im Hals, Nase und Ohren auslösen kann. Betroffen sind vor allem kleine Kinder unter fünf Jahren.

 

In den ersten fünf Lebensjahren treten die meisten schweren Hib-Infektionen auf, 50 Prozent davon kommen sogar schon im ersten Lebensjahr vor.

Obwohl die Krankheit mit antibiotischen Medikamenten behandelt werden kann, besteht trotzdem die Gefahr lebensbedrohlicher Komplikationen und bleibender Schäden. Dazu kommt, dass einige der Bakterienstämme nicht mehr auf Antibiotika reagieren, also keine Therapie möglich ist.

Die Ständige Impfkommission rät deshalb zu einer Grundimmunisierung zwischen dem zweiten und 14. Lebensmonat. Danach sind die Kinder über mehrere Jahre lang geschützt. Allgemeine Auffrischungsimpfungen sind meist nicht nötig, da nach dem vierten Lebensjahr auch ohne Hib-Impfung schwere Hib-Infektionen nur noch sehr selten auftreten.

 

Übertragung:
Die Hib-Bakterien werden über Husten und Niesen übertragen, gelegentlich auch über Gegenstände.

Symptome:
Eine Infektion mit Hib-Bakterien zeigt sich vor allem bei Kleinkindern mit Hirnhautentzündung und damit zusammenhängendem hohen Fieber, Erbrechen, Kopfschmerzen und Krämpfen.
Ein weiteres Symptom ist eine Kehldeckelentzündung (Epiglottitis) ebenfalls von Fieber begleitet ist und Atemnot und Schluckbeschwerden verursacht. Erkrankte Kinder haben typischerweise Halsschmerzen, ringen mit geöffnetem Mund nach Luft, und sind wegen des Sauerstoffmangels blass oder gar blau angelaufen.
Daneben können die Hib-Bakterien auch Bronchitis und Lungenentzündung auslösen.

Komplikationen:
Trotz Behandlung können bei einer Hib-Infektion nach der Erkrankung Hörschäden zurückbleiben. Auch die Entwicklung des Kindes kann gestört oder verzögert werden.
Wird die Kehldeckelentzündung nicht als solche erkannt und nicht richtig behandelt, führen die Erstickungsanfälle in über 20% der Fälle zum Tod.

 
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