Der hochansteckende Rota-Virus löst bei Kindern schwere Durchfallerkrankungen aus, vor allen im Herbst und im Winter.
Vor allem Kinder zwischen sechs und 24 Monaten erkranken an von Rota-Viren ausgelöstem Brechdurchfall, da ihr eigenes Abwehrsystem noch nicht völlig aufgebaut ist. Gegen Rota-Viren gibt es eine Schutzimpfung. Der Impfstoff kann Kindern ab der sechsten Lebenswoche gegeben werden (Schluckimpfung). Für eine Impfung nach der 26. Lebenswoche sind die Impfstoffe nicht zugelassen.
Da die Ständige Impfkommission (STIKO) die Impfung gegen Rota-Viren bisher nicht empfiehlt, wird die Impfung auch nicht von den Krankenkassen bezahlt. Die STIKO rät zu einer individuellen Abwägung von Nutzen und Risiko.
Übertragung:
Die Übertragung geschieht vor allem als Schmierinfektion, also durch Anfassen eines Gegenstandes, an dessen Oberfläche Viren haften. Wird die Hand danach ungewaschen zum Mund geführt, kann man sich mit der Krankheit infizieren. Weitere Übertragungsmöglichkeiten bestehen durch verunreinigte Lebensmittel und verunreinigtes Trinkwasser.
Wichtigste Vorbeugungsmaßnahme ist also gründliches Händewaschen nach jedem Toilettengang und vor der Zubereitung von Mahlzeiten.
Symptome:
Bereits ein bis drei Tage nach der Ansteckung treten die typischen Symptome eines Brechdurchfalls auf: Erbrechen und Durchfall. Dazu kommen Fieber und Magenschmerzen. Grippeähnlich erscheinende Symptome wie Atembeschwerden können gerade bei kleinen Kindern auf Austrocknung hinweisen.
Weitere Anzeichen einer beginnenden Austrocknung des Kindes sind blasse Haut, trockener Mund und Schläfrigkeit.
Komplikationen:
Bei Säuglingen und Kleinkindern sind Durchfallerkrankungen besonders gefährlich, da sie schneller noch als Erwachsene austrocknen können. Da die Viren nicht mit Medikamenten bekämpft werden können, steht das Vermeiden des Austrocknens bei der Behandlung an erster Stelle. Dem Flüssigkeitsverlust muss entgegengewirkt werden, und die verlorenen Elektrolyte müssen ersetzt werden.


