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Windpocken in der Schwangerschaft gefährlich

Windpocken sind eine vom Varicella-Zoster-Virus verursachte Krankheit. Der Name rührt daher, dass diese Viren auch über mehrere Meter hinweg in der Luft übertragen werden können. Mit den Pocken sind sie trotz des ähnlichen Namens nicht verwandt.

 

Die Virenerkrankung kann nicht behandelt werden, und auch nach überstandener Erkrankung können unter Umständen noch Viren im Körper verbleiben. Jahre später kann es dadurch zu einer Gürtelrose mit Hautausschlag, Entzündungen und Nervenschmerzen einhergeht. Zu der Gürtelrose kommt es vor allem bei älteren und immungeschwächten Menschen.

Die Ständige Impfkommission empfiehlt eine Impfung gegen Windpocken in Kombination mit den Impfungen gegen Masern, Mumps und Röteln im Alter von 11 bis 14 Monaten, und der zweiten Teilimpfung vier bis sechs Wochen nach der ersten Teilimpfung. Wegen der Gefahr für ungeborene Kinder wird die Impfung auch Frauen mit Kinderwunsch empfohlen.

 

Übertragung:
Die Windpocken werden durch Husten und Niesen übertragen, aber auch durch den Kontakt mit der Flüssigkeit aus den typischen Hautbläschen, die extrem viele Viren enthält. Windpocken-Viren bleiben auch an der Luft einige Zeit am Leben und können durch einen Luftzug transportiert werden.

Symptome:
Etwa drei Wochen nach der Ansteckung sind Fieber und allgemeine Abgeschlagenheit die ersten Symptome. Dann entwickelt sich der typische Hautausschlag, zuerst im Gesicht und am Körper, dann auch an den Gliedmaßen. Die stark juckenden, flüssigkeitsgefüllten Bläschen können auch an der Kopfhaut und an den Schleimhäuten auftreten. Die Bläschen heilen nach rund zwei Wochen narbenlos ab, wenn sie nicht aufgekratzt werden.

Komplikationen:
Zu Komplikationen kommt es vor allem bei Jugendlichen und Erwachsenen, die sich mit Windpocken infizieren. Oft kommt es dann zu schwer verlaufenden Lungenentzündungen.

Wie bei den Röteln kann auch eine Ansteckung mit Windpocken während der frühen Schwangerschaft zu schweren Fehlbildungen beim ungeborenen Kind führen. Steckt sich eine Frau wenige Tage vor oder nach der Entbindung an, sterben rund 30% der Neugeborenen an der Krankheit.

Die Impfung gegen Tetanus erfolgt in vier Teilimpfungen, die zwischen dem zweiten und dem 14. Lebensmonat verabreicht werden. Die Impfung soll laut Empfehlung der Ständigen Impfkommission im alter von fünf bis sechs und neun bis 17 Jahren noch einmal aufgefrischt werden. Erwachsene müssen den Impfschutz alle zehn Jahre auffrischen.

 
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