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Hilfe für Betroffene

Wenn ein Kind an Plötzlichem Kindstod gestorben ist, sollten Eltern psychologische Hilfe in Anspruch nehmen. Gerade weil es keine klar erkennbare Todesursache gibt, quälen sich die Eltern oft jahrelang mit Schuldgefühlen und Selbstzweifeln.

 

Bei plötzlichem Kindstod wird die Polizei je nach Bundesland oft schon vom Notarzt informiert und angefordert. Allerdings ist den Eltern meist nicht bewusst, dass der Plötzliche Kindstod als nicht aufgeklärter Todesfall gilt und deshalb behördlich untersucht wird. Dies macht die Erfahrung für die Eltern noch traumatischer und unbegreiflicher.

Wegen der rechtsmedizinischen Untersuchung kommt zur Trauer der Familie oft auch noch das Misstrauen von Nachbarn, Kollegen, Bekannten, Freunden und Verwandten.

Die psychologische Unterstützung der Eltern beginnt schon beim Verhalten des Rettungspersonals, und tatsächlich gibt es auch Handlungswegweiser, die Rettungssanitätern und Medizinern Hilfe für solche Situationen bieten.

Aber auch Tage, Wochen, Monate, teils Jahre nach dem Tod des Kindes haben manche Eltern ihre Trauerarbeit immer noch nicht abgeschlossen. In diesem Fall ist es höchste Zeit, psychologische Hilfe anzunehmen oder mindestens einer Selbsthilfegruppe beizutreten, in der man mit anderen Betroffenen sprechen kann.

 

Wie eine dänische Studie an 21.000 Eltern, die ein Kind an den Plötzlichen Kindstod verloren haben, ergeben hat, ist deren Risiko für schwere und tödliche Unfälle, für Selbstmord, Herzanfälle und Krebs bis zu viermal höher als das anderer Eltern. Auch diese Folgen lassen sich mit ausreichender psychologischer und auch medizinischer Betreuung entweder ganz vermeiden oder zumindest verringern.

Die Gemeinsame Elterninitiative Plötzlicher Säuglingstod (GEPS) Deutschland e.V. bietet betroffenen Eltern bundesweit Hilfe an. Der Verein begleitet nicht nur betroffene Familien, sondern will auch die Öffentlichkeit über die Faktoren aufklären, auf die zur Vermeidung des Plötzlichen Kindstods Einfluss genommen werden kann. (www.sids.de)

Ebenfalls Hilfe für Eltern, deren Kind gestorben ist, bieten der Bundesverband Verwaiste Eltern in Deutschland e.V. (www.veid.de) und die Initiative Regenbogen (www.initiative-regenbogen.de) an.

 
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