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Gegen den Kindstod: Babyschlafsack statt Lammfell

Obwohl der Plötzliche Kindstod noch lange nicht befriedigend aufgeklärt ist, stellten sich während der Forschungen zu dem Thema doch heraus, wie Eltern dem Kindstod so gut wie möglich vorbeugen können.

 

Dabei geht es besonders um die Schlafumgebung und die Schlaflage des Babys. Das Hauptaugenmerk liegt dabei darauf, eine Überwärmung des Kindes zu vermeiden und seine Umgebung rauchfrei zu halten, um den Plötzlichen Säuglingstod zu vermeiden.

 

Schlafempfehlungen:

  • Das Baby zum Schlafen auf den Rücken legen.
  • Keinesfalls in dem Zimmer rauchen, in dem das Baby schläft.
  • Am besten ganz mit dem Rauchen aufhören oder zumindest in der Wohnung und in der Nähe des Kindes das Rauchen völlig vermeiden.
  • Das Baby in seinem eigenen Bett schlafen lassen.
  • Lieber Schlafsäcke als Bettdecken verwenden.
  • Falls doch eine Decke verwendet wird: Das Baby nur bis zur Brust zudecken und die Decke unter der Matratze feststecken.
  • Dem Baby kein Kopfkissen geben.
  • Die Matratze darf nicht zu weich sein.
  • Überwärmung unbedingt vermeiden: Die Schlafzimmertemperatur sollte für das Baby 16 bis 18°C nicht überschreiten.
  • Das Baby nicht zu dick anziehen! Body und Schlafanzug reichen; im Sommer eventuell auch nur der Body.
  • Dem Baby in der Wohnung und besonders im Bett kein Mützchen aufsetzen.
  • Das Babyett nicht direkt neben die Heizung stellen.
  • Auf Wärmflaschen und Heizkissen verzichten.
  • Felle als kuschelige Unterlage für das Baby vermeiden.
  • Kein Polsterung im Babybett ("Nestchen") anbringen.

Diese Hinweise wurden in anderen Ländern teilweise sogar über das Fernsehen verbreitet, so dass auch wirklich das größtmögliche Publikum erreicht wurde.

 

Die Wirksamkeit der Tipps belegen Statistiken: Seitdem die Eltern entsprechend informiert werden, ist die Zahl der Kindstodfälle deutlich gesunken. Seit 1991 wird in Deutschland beispielsweise empfohlen, Babys in der Rückenlage schlafen zu lassen. Seither hat sich die Zahl der Fälle von Plötzlichem Kindstod von 1285 (1992) auf nur noch 259 (2006) verringert.

Ein weithin verbreitetes Studienergebnis, dass der Kindstod von giftigen Gasen aus in gebrauchten Matratzen wuchernden Pilzen verursacht würde, wurde übrigens entkräftet. Ein englischer Wissenschaftler hatte vermutet, ein in Matratzen wachsender Pilz setze giftige Gase frei, die er aus Weichmachern oder Flammschutzmitteln produziere.

 
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