Die zehnte U-Untersuchung (U9) findet zwischen dem 60. und 64. Lebensmonat statt. Kurz vor der Einschulung werden Gesundheitszustand und Entwicklung des Kindes noch einmal genau untersucht.
Während der U9 werden alle Organe des Kindes untersucht und auch die Körperhaltung kontrolliert. Die Beweglichkeit und Geschicklichkeit werden ebenso untersucht wie das Seh- und Hörvermögen, die Sprachentwicklung und das Verhalten des Kindes.
Wichtige Hilfen bei der Beurteilung dieser Punkte sind die Angaben der Eltern. Sie wissen, ob das Kind kontaktfreudig ist, im Umgang mit anderen aggressiv oder eher zurückhaltend, und wie es sich generell anderen Menschen gegenüber verhält.
Mit verschiedenen Tests können Sprachvermögen, Intelligenz, und die geistige Entwicklung des Kindes beurteilt werden. Bei der Sprache wird vor allem auf fehlerfreie Aussprache und eine zumindest weitgehend korrekte Grammatik geachtet.
Das Kind sollte sich jetzt bereits in ganzen, weitgehend grammatikalischen Sätzen ausdrücken können. Werden jetzt Probleme beispielsweise beim Sprechen oder beim Verhalten entdeckt, können sie oft sogar noch vor dem Schulbesuch korrigiert werden.
Bevor es eingeschult wird, sollte das Kind sich zudem ausreichend konzentrieren können, trocken sein und sich alleine an- und ausziehen können. Sind eine oder mehrere dieser Fähigkeiten nicht gegeben, wird der Arzt eventuell von einer baldigen Einschulung abraten.
Vor der Einschulung ist ein ausreichender Schutz vor ansteckenden Krankheiten nötig, deshalb wird der Impfstatus überprüft und versäumte Impfungen nachgeholt, bzw. bestehender Impfschutz aufgefrischt.


