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Wickelkommode oder Wickeltisch – Hauptsache stabil!

Ein guter Wickelplatz muss sein, eine richtige Wickelkommode ist dagegen nicht unbedingt notwendig. Es gibt beispielsweise Wickelaufsätze für die Badewanne, oder Wickelunterlagen, die auf den Boden gelegt werden.

 

Falls aber eine Wickelkommode ins Haus kommt, sollte sie unbedingt stabil sein und genügend Platz bieten, damit alle nötigen Dinge, also Windeln, Waschlappen, Feuchttücher, Puder, Creme, Öl usw. direkt zur Hand sind. Die meisten Wickelkommoden haben einen Rand, damit das Kind nicht seitlich wegrollen kann; auch die meisten Wickelauflagen haben aus dem gleichen Grund an drei Seiten einen Wulst.

Direkt neben der Wickelkommode sollte sinnvollerweise auch der Windeleimer seinen Platz haben. Werden Stoffwindeln verwendet, braucht man zwei Eimer: einen für die Windeln und einen Mülleimer. Besonders praktisch ist es, wenn der Windeleimer in seinem Fassungsvermögen der Waschmaschine angepasst ist – und geruchsdicht zu verschließen ist.

Der Wickelplatz sollte eine Größe von mindestens 55 x 70 Zentimeter haben, besser noch 70 x 80 Zentimeter. Alle Ecken und Kanten sollten abgerundet sein, am besten sind die Seitenwände auch abgepolstert. Die Arbeitshöhe sollte auf die Körpergröße der Eltern abgestimmt sein.

Die Wickelauflage sollte in der Größe auf Wickeltisch oder –kommode abgestimmt sein; meistens wird sowieso eine geeignete Auflage in der Gebrauchsanweisung des Wickeltisches empfohlen. Es versteht sich von selbst, dass Wickelkommode und –auflage möglichst schadstofffrei sein sollten.

Der beste Platz für den Wickeltisch ist meist im Bad, dem wärmsten Raum der Wohnung. Ist das Zimmer nicht warm genug, kann über dem Wickeltisch ein Heizstrahler oder eine Wärmelampe angebracht werden, damit es dem Kind nicht kalt wird.

 

Alle Pflegesachen müssen in Reichweite sein, damit man das Kind nie auf der Wickelkommode alleine lassen muss. Allerdings darf das Baby selbst nie an die Sachen herankommen, vor allem Puder ist gefährlich. Atmet das Kind ihn ein, kann es daran ersticken.

Gibt es gar keinen Platz für eine Wickelkommode oder einen Wickeltisch, ist es am sichersten, das Kind auf dem Boden zu wickeln. Das ist zwar auf Dauer für die Eltern nicht bequem, aber das Kind kann sich so nicht bei einem Sturz verletzen.

Schon vor dem dritten Monat können Kinder sich spontan vom Rücken auf den Bauch drehen und so von der Kommode herabstürzen. Stürze gehören bei Babys übrigens zu den häufigsten Unfällen. Deswegen darf, um Verletzungen zu vermeiden, das Kind nie allein auf der Kommode liegen. Eine Hand sollte immer am Baby sein, auch wenn man nach etwas greift.

Sollte trotzdem etwas Dringendes dazwischen kommen, also etwa das Telefon oder wenn jemand an der Haustür klingelt: Baby mitnehmen oder mit der Wickelauflage auf den Boden legen.

 
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