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Was tun, wenn der erste Zahn kommt?

Die meisten Kinder bekommen ihren ersten Milchzahn zwischen dem fünften und dem zwölften Lebensmonat. In den allermeisten Fällen macht sich der erste Zahn etwa im sechsten oder siebten Lebensmonat bemerkbar, und bis zum 30. Lebensmonat sollte das Gebiss komplett sein.

 

Wie immer ist auch die Entwicklung der Milchzähne von Kind zu Kind höchst individuell, und so kann es auch vorkommen, dass ein Baby schon mit vier Monaten den ersten Zahn bekommt. Es soll sogar Fälle gegeben haben, in denen Babys schon bei der Geburt einen Zahn oder mehrere Zähne hatten.

Diese Fälle sind aber wohl so selten, dass es noch nicht einmal statistische Angaben darüber gibt. Der Zeitpunkt des Zahnens ist von der Natur natürlich sinnvoll gewählt, denn ein Baby, das schon vor dem fünften oder sechsten Monat Zähnchen hat, hätte bestimmt auch beim Stillen Probleme – und die Mutter wahrscheinlich auch.

So erkennt man, dass das Baby zahnt:

  • Das Baby ist unruhig und weint häufiger
  • Es ist fiebrig und hat auffällig gerötete Wangen
  • Das Baby sabbert mehr als gewöhnlich
  • Das Kind verweigert das Essen, hat aber Durchfall
  • Es kaut auf allem herum, was es in den Mund bekommt

Für das Baby ist das Zahnen vermutlich sehr unangenehm: Die meisten Kinder weinen, sind unruhig und lassen sich nur schwer beruhigen, und das schon Tage bevor ein Zähnchen sichtbar wird. Während des Zahnens sabbern Babys auch viel. Das lässt sich aber mit ausreichend Tüchern und Lätzchen gut bewältigen.

Viele Kinder bekommen Fieber oder Durchfall, wenn sie zahnen. Fieber lässt sich vorzugsweise mit kühlen Wadenwickeln bekämpfen oder mit milden Fieberzäpfchen. Hat das Kind Durchfall, sollte der Po möglichst trocken gehalten werden, damit er nicht wund wird. Die Windeln sollten so häufig wie möglich gewechselt werden, und viel Luft am Po hilft beim Abheilen. Sowohl bei Fieber als auch bei Durchfall muss man bei Babys unbedingt auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten.

 

Zahnende Säuglinge beißen gern auf allem Möglichen herum, sogar auf der Brustwarze der Mutter. Viele Kinder nehmen in dieser Zeit gerne einen Beißring an. Diese Ringe sind, wenn sie von Markenherstellern stammen, völlig unbedenklich für die Gesundheit des Kindes, auch wenn das Baby es schaffen sollte, durch das Material zu beißen, so dass Füllung austritt. Die Ringe werden gekühlt und lindern so beim Daraufbeißen den Schmerz im Mund.

Wer Naturheilmittel bevorzugt, kann sein Baby auch auf einer getrockneten Wurzel der Veilcheniris herumkauen lassen, oft auch als Veilchenwurzel im Handel erhältlich. Viele Mütter und Hebammen schwören auf Iriswurzeln als Zahnungshilfe. Die Wurzeln müssen aber regelmäßig ausgekocht werden, sonst verwandelt sich die Zahnungshilfe schnell in die reinste Bakterienschleuder.

Die meisten Babys freuen sich über etwas Festes, auf dem sie herumkauen können. Andere wiederum verweigern sogar das Essen, weil ihnen jede Berührung unangenehm ist. In solchen Fällen kann unter Umständen ein Gel oder eine Creme aus der Apotheke bringen, die den Schmerz mildert.

Ebenfalls oft empfohlen werden Ketten aus Bernstein, die das Zahnen erleichtern sollen. Dafür gibt es jedoch nicht nur keinen wissenschaftlichen Beleg, es ist auch sehr gefährlich, Babys Ketten tragen zu lassen. Sie könnten sich damit verletzen und ersticken, oder Perlen der gerissenen Kette verschlucken oder in Nase oder Ohren stecken.

 
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