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Den Eisprung nach der Billings-Methode berechnen

Die Bestimmung des Eisprungs durch das Beobachten der Schleimkonsistenz des Muttermundes (Cervix) wird nach ihrem Entwickler John Billings auch Billings-Methode genannt. Sie stützt sich darauf, dass sich während des Zyklus die Beschaffenheit des Zervixschleims ändert.

 

An den unfruchtbaren Tagen ist der Schleim zähflüssig und undurchdringlich und verhindert so, dass Bakterien und Sperma über den Gebärmuttermund und die Gebärmutter eindringen. Um den Eisprung herum wird der Zervixschleim aber flüssiger und damit für Spermien durchlässiger.

Verursacht wird diese Veränderung durch die Einwirkung der unterschiedlichen Hormone. Vor dem Eisprung macht Östrogen den Zervixschleim flüssiger und auch klarer, danach wird er unter Einfluss von Progesteron wieder fester.

Zwar sind die genauen Veränderungen der Struktur am besten unter dem Mikroskop zu betrachten, aber die fruchtbaren und unfruchtbaren Tage lassen sich auch ohne technische Hilfsmittel allein durch die Schleim-Beobachtung annähernd berechnen. Der Schleim lässt sich zwischen den Fingern oder Toilettenpapier zu charakteristischen "Fäden" ziehen. Dies geht am besten direkt vor der Ovulation, der Schleim lässt sich dann oft zu sechs bis sogar 15 Zentimetern langen Fäden ziehen.

 

Für viele Frauen ist diese Methode unpraktikabel, da sie während des gesamten Zyklus mehr oder weniger flüssigen Schleim bei sich beobachten. Die Billings-Methode geht jedoch davon aus, dass nur die Abwesenheit von Fäden ziehendem Schleim die unfruchtbaren Tage signalisiert. Zur Verhütung ist die Methode also nicht ideal, die fruchtbaren Tage lassen sich dadurch aber eingrenzen.

Das Schwangerschafts-Risiko bzw. die Chance auf eine Schwangerschaft sind bei dieser Methode sehr hoch; der Pearl-Index liegt bei 15 bis 25. Das bedeutet, dass von 100 Frauen, die 12 Monatszyklen lang mit dieser Methode verhüten, 15 bis 25 schwanger werden.

Wird die Billings-Methode mit der Temperatur-Methode kombiniert, lässt sich der Eisprung relativ zuverlässig berechnen und ein Pearl-Index von unter 1 erreichen – Voraussetzung ist ein Verzicht auf Sex während der potenziell fruchtbaren Zeit, die sich bei dieser Methode über gut zwei Drittel des Monatszyklus erstreckt.

 
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