Wenn ein Paar seinen Kinderwunsch mit einem Arzt bespricht, kann der hilfreiche Tipps für die optimale Vorbereitung auf die Empfängnis und die Schwangerschaft geben.
Oft wird der Arzt auch ein folsäurehaltiges Präparat verschreiben. Folsäure (Vitamin B9) wirkt sich zwar nicht direkt auf die Fruchtbarkeit aus, aber durch hormonelle Verhütungsmittel herrscht im Körper oft ein Mangel an diesem Vitamin, das für die Zellbildung und den richtigen Aufbau von Genmaterial wichtig ist. Eine ausreichende Folsäure-Zufuhr während der Schwangerschaft kann Missbildungen des Kindes vorbeugen.
Ein Mangel an Folsäure kann möglicherweise Fehlgeburten auslösen und wird auch für die Spina bifida verantwortlich gemacht, auch "offener Rücken" genannt. Da sich dieser Defekt schon in den ersten vier Schwangerschaftswochen bildet, muss zur Vorbeugung schon vor der Zeugung für ausreichend Folsäure gesorgt werden.
Wer keine Folsäurepräparate nehmen will, kann den Bedarf auch mit einer gesunden Ernährung decken. Das Vitamin ist enthalten in Vollkornprodukten, Leber, rote Bete, grünem Blattgemüse, besonders Spinat, in Brokkoli, Rosenkohl, Eigelb und Nüssen.
Zu einer Unterversorgung kommt es hauptsächlich deshalb, weil Folsäure extrem empfindlich ist. Es wird durch UV-Strahlung, Erhitzen und den Kontakt mit Sauerstoff zerstört, weshalb es in zu lange gekochtem Gemüse nur noch geringfügig vorhanden ist. Auch die Sonneneinstrahlung auf die Haut kann die Folsäure im Körper vernichten.
In Kanada und den Vereinigten Staaten ist es seit einiger Zeit gesetzlich vorgeschrieben, dem Mehl Folsäure zuzusetzen. Seither gingen die durch einen Mangel verursachten Fehlbildungen deutlich zurück. In Deutschland ist eine solche gesetzliche Vorschrift für einen Folsäure-Zusatz für das Mehl umstritten, verschiedene Hersteller bieten aber mit Folsäure angereicherte Produkte an.


