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Verhütungs- & Zykluscomputer zum Eisprung berechnen

Je nach Fabrikat messen Verhütungs- oder Zyklus-Computer entweder die morgendliche Basaltemperatur oder den Hormongehalt des Morgenurins.

 

Dazu wird morgens entweder die Temperatur mit einem Thermometer gemessen und in dem Verhütungscomputer gespeichert und ausgewertet, oder ein Teststreifen mit Morgenurin wird von dem Gerät interpretiert. Der Zyklus-Computer stellt dabei den Anteil des luteinisierenden Hormons fest. Ist das Hormon in erhöhter Menge vorhanden, weißt das auf den Eisprung und die fruchtbaren Tage hin.

Gerade bei der Verwendung der Temperatur-Methode hilft ein Verhütungscomputer bei der Auswertung der Daten. Die Frau kann sich auf die regelmäßige, pünktliche Messung der Temperatur konzentrieren. Gerade auch das häufige "Schön-Interpretieren" der Werte in Richtung des gewünschten Ziels entfällt hier natürlich.

Noch einfacher anzuwenden sind Verhütungscomputer, die den Hormongehalt des Morgenurins messen. Sie müssen nur etwa zweimal wöchentlich angewendet werden, das tägliche Temperaturmessen entfällt also. Allerdings gibt es zahlreiche Umstände, bei denen diese Computer nicht verwendet werden können, etwa bei sehr kurzem oder sehr langem Zyklus, bei Hormonbehandlungen oder –störungen und bei verschiedenen Erkrankungen wie Krebs, Leber- und Nieren-Erkrankungen.

 

Seit kurzer Zeit gibt es auch Geräte, die mehrere Methoden miteinander kombinieren. Neben einem Wecker, der die genaue Messzeit angibt, verfügen die Geräte über ein sehr präzises Thermometer und eine Eingabemöglichkeit für die annähernde Konsistenz des Zervixschleims. Zudem kann man verschiedene Informationen eingeben, beispielsweise das Einsetzen der Menstruation, Medikamentengebrauch und Fieber.

Je nach Positionierung im Markt wurden die unterschiedlichen Geräte als Verhütungs-Computer oder als Fruchtbarkeits-Rechner (Fertilitäts-Monitor) optimiert. An der Wirkungsweise ändert das meist nichts, da alle den Zyklus in fruchtbare und unfruchtbare Tage einteilen. Gerade die Fertilitäts-Monitor können für Paare mit Kinderwunsch hilfreicher sein, da sie die hochfruchtbaren Tage und den Eisprung genauer angeben sollen als die Verhütungs-Computer.

Nach Angaben der Hersteller liegt der Pearl-Index (PI) dieser Geräte etwa bei 0,7 bis 6,5; das heißt, von 100 Frauen die ein Jahr lang ausschließlich mit dieser Methode verhüten, werden 0,7 bis 6,5 schwanger. Zum Vergleich: Die Pille hat einen PI von 0,5, bei Kondomen liegt er bei 3.

 
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