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Mit der Anti-Baby-Pille sicher verhüten

Die Pille ist seit den 60er Jahren in immer ausgefeiltereren Versionen auf dem Markt. Die hormonhaltigen Tabletten werden täglich eingenommen und unterdrücken so den Eisprung, so dass es nicht zu einer Befruchtung kommen kann.

 

Die Pille enthält Östrogen und Gestagen in unterschiedlichen Zusammensetzungen und Dosierungen; die Hormone täuschen dem Körper eine Schwangerschaft vor, weshalb kein Eisprung mehr stattfindet. Dazu verdicken die Gestagene der Zervixschleim, der so zusätzlich ein mechanisches Hindernis für das Vorankommen Spermien darstellt.

Die Pille gibt es als Ein-, Zwei- oder Drei-Phasen-Medikament. Bei Einphasen-Pillen enthalten alle Tabletten die gleichen Anteile an Östrogenen und Gestagenen; bei den anderen Produkten ändert sich je nach Phase die Zusammenstellung, um dem natürlichen weiblichen Zyklus besser zu entsprechen.

Während eines Monatszyklus werden nur an 21 oder 22 Tagen auch wirklich Hormone genommen, dann wird sechs oder sieben Tage lang ausgesetzt oder es werden Tabletten ohne Hormone eingenommen. Dies geschieht meist nur zur besseren Handhabung, damit auch wirklich nur sechs oder sieben Tage pausiert wird.

Trotz des unterdrückten Eisprungs kommt es bei der Pilleneinnahme zu einer Regelblutung. Das kommt daher, dass während der letzten Woche der Einnahme bzw. während der Pillenpause der Körper die aufgebaute Gebärmutterschleimhaut nicht mehr erhalten kann und sie deswegen ausgeschieden wird.

 

Heute erhältliche Pillen enthalten viel geringere Hormondosen als die früheren Pillen und sind deswegen leichter verträglich und haben weniger Nebenwirkungen. Wegen des geringeren Hormongehalts nennt man sie auch "Mikropillen". Ihr Pearl-Index liegt bei 0,3 bis 0,9 (bei richtiger Anwendung); somit ist sie eines der sichersten Verhütungsmittel überhaupt.

Daneben gibt es inzwischen auch die "Minipille", die ausschließlich Gestagen enthält. Sie unterdrückt den Eisprung nicht, sondern verdickt nur den Zervixschleim und verhindert die Einnistung der befruchteten Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut. Die östrogenfreie Minipille muss jeden Tag zur gleichen Zeit eingenommen werden, sonst geht der Empfängnisschutz verloren. Der Pearl-Index ist mit 2,5 deutlich höher als bei der Mikropille.

Inzwischen gibt es allerdings eine neue Minipille mit dem Gestagen Desogestrel, die nicht nur den Zervixschleim verdickt und die Einnistung verhindert, sondern auch den Eisprung unterdrückt. Sie soll bei richtiger Anwendung einen PI von 0,14 und 0,4 erreichen.

 
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