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Kondome schützen vor Schwangerschaften & Krankheiten

Kondome sind nach der Pille das am häufigsten angewendete Verhütungsmittel. Sie zählen zu den mechanischen Verhütungsmethoden, denn sie verhindern den Kontakt zwischen Spermien und Eizelle.

 

Das Kondom ist eine Hülle aus Kautschuk (Latex) oder Kunststoff, dass vor dem Geschlechtsverkehr über das erigierte Glied des Mannes gezogen wird. Kondome sind in verschiedenen Formen und Größen erhältlich.

Der große Vorteil der Kondome ist der gleichzeitige Schutz vor Ansteckung mit sexuell übertragbaren Krankheiten wie HIV und Syphilis, den hormonelle Verhütungsmethoden natürlich nicht bieten. Die schützende Wirkung kann durch eine kombinierte Anwendung mit einem Spermizid noch gesteigert werden.

Gleitmittel können Kondome porös machen und so den Empfängnisschutz und den Schutz vor Krankheiten vernichten. Kondome aus Kautschuk – das sind die meisten – werden von fetthaltigen Gleitmitteln angegriffen. Inzwischen gibt es allerdings Gleitmittel auf Wasserbasis oder aus Silikonöl, die das Kondom nicht angreifen.

In der Theorie sind Kondome sehr sicher, in der Praxis aber beeinträchtigen oft Fehler in der Handhabung die schützende Wirkung. Der Pearl-Index von Kondomen liegt bei 2 bis 14; das größte Sicherheitsrisiko sind dabei die "Anwender-Fehler", also das verkehrte Anlegen des Kondoms.

 

Zu einer geringeren Sicherheit können diverse Ursachen führen: Automatenkondome sind häufig zu alt oder durch Temperaturschwankungen beschädigt; Kondome werden falsch oder zu lange aufbewahrt, beispielsweise im Geldbeutel oder der Hosentasche; beim Öffnen der Packung können Kondome angerissen werden; beim Anlegen befindet sich bereits Samenflüssigkeit an den Händen; das Kondom wird nicht korrekt angelegt und kann deswegen platzen oder abrutschen; das falsche Gleitmittel macht das Kondom durchlässig für Samen und Krankheitserreger; nach dem Samenerguss wird der Penis nicht vor dem Erschlaffen aus der Scheide gezogen.

Ähnlich wie Kondome funktioniert das Femidom, das "Kondom für die Frau". Es ähnelt einem Kondom, wird aber in die Scheide der Frau eingeführt. Auch das Femidom schützt vor Empfängnis und Ansteckung gleichzeitig, wegen der komplizierten Anwendung liegt der PI bei etwa 5 bis 25.

Weil es für die richtige Platzierung einiger Übung bedarf und wegen der vergleichsweise hohen Kosten hat sich das Femidom bei uns nicht wirklich durchsetzen können.

 
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