Die Spirale ist ein Intrauterinpessar (IUP), also ein Verhütungsmittel, das direkt in die Gebärmutter eingesetzt wird. Es gibt sie in zwei Varianten, als rein die Einnistung verhinderndes (nidationshemmendes) oder aber als hormonhaltiges Präparat.
Die Spirale ohne Hormone besteht aus einem T-förmigen "Gerüst", das mit einem feinen Kupferdraht umwickelt ist. Das Kupfer wirkt auf Spermien und Eizellen giftig, so dass sie vor einer Befruchtung absterben. Dazu löst die Spirale eine "sterile Entzündung" in der Gebärmutter aus, die verhindert, dass sich eine befruchtete Eizelle einnisten kann. Während der Tragezeit bleibt der natürliche Monatszyklus erhalten. Der Pearl-Index der Spirale liegt bei 0,9 bis 3.
Seit kurzer Zeit gibt es auch eine Kupferkette, die auf dem gleichen Wirk-Prinzip basiert wie die Spirale, aber einen PI von 0,1 bis 0,3 erreichen soll. Die Kette besteht aus mehreren kleinen Kupferzylindern, die auf einem Plastikfaden aufgezogen sind. Die Kette wird vom Frauenarzt in die Gebärmutter eingesetzt und dort fixiert. Sie kann wie die Kupferspirale bis zu fünf Jahren im Körper verbleiben; nach Entfernen kann sofort wieder eine neue Kette eingesetzt werden.
Die Hormonspirale hat eine ähnlich Form wie die Kupferspirale, gibt aber ständig eine kleine Dosis Gestagene an den Körper ab. Diese Hormone sorgen für eine Verdickung des Zervixschleims, was die Spermien aufhält, und verhindern außerdem die Einnistung einer befruchteten Eizelle in der Gebärmutter.
Die Regelblutung wird bei Verwendung der Hormonspirale schwächer oder kann auch ganz ausbleiben. Da sie nur Gestagene enthält, ist sie auch für Frauen mit Östrogenunverträglichkeit gut geeignet. Die Hormonspirale gilt mit ihrem Pearl-Index von 0,16 als eines der sichersten Verhütungsmittel überhaupt.
Beide Arten der Spirale werden vom Frauenarzt eingesetzt und können bis zu fünf Jahren im Körper verbleiben. Nach dem Entfernen kann sofort wieder eine neue Spirale eingesetzt werden. Der korrekte Sitz der Spirale sollte in halbjährlichen Abständen vom Arzt kontrolliert werden. Das Kupfer- und Hormon-Spirale so sicher sind, liegt zweifellos auch daran, dass keine Anwenderfehler vorkommen, die bei Kondom oder Pille oft zu einer verminderten Sicherheit führen.
Weder die Kupfer- noch die Hormonspirale schützen vor sexuell übertragbaren Krankheiten.


