Das humane Choriongonadotropin (hCG) ist ein Sexualhormon, auch bekannt als Schwangerschaftshormon. Es wird während der Schwangerschaft in der Plazenta gebildet und trägt zum Erhalt der Schwangerschaft bei.
Das Hormon wird schon ganz zu Beginn der Schwangerschaft von spezialisierten Zellen des befruchteten Eis produziert. Es trägt zu Einnistung des befruchteten Eis bei. Später regt das hCG den Eierstock zur Ausschüttung von Progesteron an. Progesteron baut nicht nur die Gebärmutterschleimhaut auf, es meldet auch den Eierstöcken, dass für die kommenden Monate kein Eisprung gebraucht wird.
hCG ist für Mediziner einer der wichtigsten Hinweise auf eine Schwangerschaft. Die gängigen Schwangerschaftstests basieren auf dem Nachweis von hCG im Urin oder im Blut der Frau. Ein sehr hoher hCG-Wert kann dabei auf eine Mehrlingsschwangerschaft, aber auch auf verschiedene krankhafte Zustände hindeuten.
Es wird vermutet, dass hCG auch einen großen Einfluss auf das Immunsystem der Schwangeren hat: Es soll vermeiden, dass der Körper der Frau den "Fremdkörper" Baby nicht angreift und abstößt. Eventuell ist hCG auch ein auslösender Faktor für die morgendliche Übelkeit während der Schwangerschaft.
Humanes Choriongonadotropin wird auch bei der Behandlung von Unfruchtbarkeit angewendet. Ähnlich wie das Luteinisierende Hormon, das es in diesem Fall ersetzt, kann hCG einen Eisprung auslösen. Im Rahmen einer künstlichen Befruchtung können die Eier dann aus dem Eierstock "geerntet" und weiterverwendet werden.
Bei Männern wird es zur Behandlung noch nicht abgestiegener Hoden verwendet und um die Testosteron-Produktion anzukurbeln.


