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Zeugung: Wenn die Samenzellen ihr Ziel erreicht haben

Wenn der Mann während des Geschlechtsverkehrs einen Samenerguss hat, wird sein Sperma durch Muskelkontraktionen des Samenleiters, der Bläschendrüse, der Schwellkörper und des Beckenbodens tief in die Scheide der Frau platziert.

 

Die meisten Spermien gehen schon im feindlichen, weil sauren Scheidenmilieu zugrunde. Hier können sie nur wenige Stunden überleben. Zwischen 300 und 500 Millionen schaffen es aber immerhin bis in die Gebärmutter. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass das Sekret des Gebärmutterhalses durchlässig genug ist. Dies ist der Fall, wenn der Eisprung kurz bevorsteht oder gerade erfolgt ist.

Hier können sich die Spermien sogar bis in den Eileiter vorarbeiten. Treffen sie nicht sofort auf ein reifes Ei, können sie im Körper bis zu vier Tage oder sogar noch länger am Leben bleiben und auf einen Eisprung warten. Bis zu der Eizelle schaffen es allerdings nur 300 bis 500 Samenzellen.

Während die Spermien sich mit Bewegungen ihrer Geißelschwänzchen vorwärts bewegen, tut auch der Körper der Frau einiges, damit sich Eizelle und Samenzelle treffen können. Die Eizelle wird im Eileiter durch Muskelkontraktionen, einen Flüssigkeitsstrom und die Bewegung von Flimmerhärchen Richtung Gebärmutter transportiert. Währenddessen wird der Gebärmutterhals durch die Muskelkontraktionen beim Orgasmus wiederholt in die Samenflüssigkeit in der Scheide "eingetaucht".

 

Neueste Studien zeigen, dass die Eizelle die Spermien mit einer Art Duft anlockt, der auf bestimmte Rezeptoren der Samenzellen wirkt. Dies erhöht natürlich die Chancen auf eine Befruchtung.

An der Eizelle angekommen, beginnt das "Teamwork" der Spermien. Früher wurde vermutet, dass nur die erste Samenzelle das Ei befruchten konnte. Es scheint aber tatsächlich eher so, dass die Befruchtungsversuche der ersten Spermienwelle die äußere Hülle des Eis "zermürben", so dass erst eine später ankommende Samenzelle in die Eizelle eindringen und sie befruchten kann.

Sobald der Kopf eines Spermiums in die Eizelle eindringt, verhindert ein chemischer Prozess, dass noch andere Spermien Erfolg haben können. Nur der Kopf der Samenzelle wird in die Eizelle aufgenommen. Eine befruchtete Zelle mit dem Erbmaterial beider Elternteile ist entstanden.

 
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