Als Schwangerschaft gilt die Zeit, in der ein menschliches Kind im Körper der Mutter ausgetragen wird. Im Durchschnitt dauert es von der Befruchtung der Eizelle durch ein Spermium bis zur Geburt 267 Tage.
Festgestellt wird die Schwangerschaft am zuverlässigsten und schon relativ früh mit einem Bluttest, etwas später kann auch ein Urintest gemacht werden. Die Tests weisen das Vorhandensein des Schwangerschaftshormons nach.
Eine Frau macht meistens dann einen Test, wenn ihre Regelblutung unerwartet ausbleibt, oder wenn sie und ihr Partner gezielt auf eine Schwangerschaft "hinarbeiten". Weitere häufige Anzeichen für eine Schwangerschaft sind beispielsweise vergrößerte Brüste, Übelkeit, Ohnmacht und Schwindelgefühl oder auch "Schwangerschaftsgelüste".
Diese Anzeichen sind allerdings sehr unsicher und können auch auf eine Vielzahl anderer Ursachen beruhen. Wirkliche Sicherheit bringen nur ein Schwangerschaftstest und eine ärztliche Untersuchung.
Wird eine Schwangerschaft festgestellt, bekommt die schwangere Frau von ihrem Frauenarzt einen Mutterpass. In ihn werden alle wichtigen Informationen und Daten eingetragen, von Untersuchungsergebnissen der Mutter bis hin zum errechneten Geburtstermin.
Beim Berechnen des Geburtstermins wird vom ersten Tag der letzten Periode an mit einer Schwangerschaftsdauer von 40 Wochen gerechnet. In einem Zeitraum von zwei Wochen vor oder nach diesem Termin kommen tatsächlich 90% aller Kinder auf die Welt; nur vier Prozent werden allerdings genau am errechneten Geburtstermin geboren.
Entscheidet sich die Schwangere dafür, die Schwangerschaft abzubrechen, kann sie sich vom Arzt über ihre Handlungsmöglichkeiten und die rechtlichen Gegebenheiten informieren lassen. Eventuell kann er ihr auch andere Alternativen aufzeigen, wie die anonyme Geburt, das Abgeben des Kindes in einer Babyklappe oder die Freigabe zur Adoption.
Will die Schwangere das Kind behalten, liegen an die 40 Wochen vor ihr, die durch das Wachstum des Fötus, die verschiedenen Vorsorgeuntersuchungen und die Vorbereitung auf die Geburt und auf das Leben mit dem Kind geprägt sind.
Wichtig während der Schwangerschaft ist eine gesunde Lebensweise, sowohl was die Ernährung als auch die körperliche Tätigkeit und auch die psychische Einstellung betrifft. Buchstäblich alles was die Mutter tut wirkt sich auf das ungeborene Kind aus.
Trotz aller medizinischen Vorsorge kommt es, nicht nur bei Mehrlings- und anderen Risikoschwangerschaften zu Fehl- oder Frühgeburten. Gründe können Erbkrankheiten der Eltern sein, negative Einflüsse der Lebensweise oder auch Infektionen, die sich während einer Schwangerschaft besonders schädlich auswirken können.
Auch schon während der Schwangerschaft gibt es mehrere rechtliche Aspekte zu berücksichtigen und zu beachten, beispielsweise die Themen Mutterschutz, Elternzeit und Kindergeld. Auch die geeignete Babymode brauchen sie schon während der Schwangerschaft.


