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Operative Abtreibung

Die am weitesten verbreitete Methode des Schwangerschaftsabbruchs ist das Absaugen. Dabei wird der Muttermund unter örtlicher Narkose gedehnt, um einem dünnen Röhrchen den Zugang in die Gebärmutter zu ermöglichen. Dann werden der eingenistete Embryo und die Gebärmutterschleimhaut abgesaugt.

 

Eine Ultraschalluntersuchung stellt sicher, dass keine Gewebereste verblieben sind, die gegebenenfalls noch komplett abgesaut oder ausgeschabt werden. Zum Schluss wird ein Medikament gespritzt, das das Zusammenziehen der Gebärmutter fördert.

Der Eingriff kann unter örtlicher Betäubung vorgenommen werden und dauert nur wenige Minuten. Ein stationärer Krankenhausaufenthalt ist nicht nötig.

In der Regel ist nach einer Absaugung keine Nachuntersuchung notwendig, wenn schon direkt nach dem Absaugen eine Ultraschalluntersuchung vorgenommen wurde. Komplikationen sind sehr selten, es kann jedoch zu krampfartigen Schmerzen kommen, die etwa mit Menstruationsbeschwerden zu vergleichen sind.

Früher wurde bei einem Schwangerschaftsabbruch die Gebärmutter mit einem an einen Löffel erinnernden Instrument ausgeschabt (Kürettage oder Curettage). Sie wurde von der schonenderen Absaugung verdrängt, nur in seltenen Fällen ist nach einer Absaugung noch Gewebe übrig, das mit einer Ausschabung entfernt wird.

 

In extrem seltenen Fällen wird die Schwangerschaft auch mit einer Hysterotomie beendet, das heißt, die Gebärmutter wird chirurgisch geöffnet und der Embryo und die Plazenta werden entnommen.

Unter guten medizinischen Bedingungen sind die gesundheitlichen Risiken eines Schwangerschaftsabbruches heute äußerst gering. Anders ist die Lage in Ländern, in denen die Abtreibung illegal ist und deswegen nur unter unhygienischen Bedingungen von unqualifiziertem Personal durchgeführt wird. In diesen Ländern sind laut der Weltgesundheitsorganisation Schwangerschaftsabbrüche mit eine der Hauptursachen für die hohe Sterblichkeit von Frauen im gebärfähigen Alter.

 
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