Natürlich ist es wichtig, dass eine Schwangere genug Kalorien und Nährstoffe zu sich nimmt, damit auch das heranwachsende Kind ausreichend versorgt wird. "Essen für Zwei" muss sie dabei aber keineswegs. Es zählt hauptsächlich die Qualität der Ernährung in der Schwangerschaft.
Der normale Kalorienbedarf einer Schwangeren wird oft mit 2500 Kilokalorien (kcal) pro Tag angegeben, während der Kalorienbedarf vor der Schwangerschaft bei etwa 2100 kcal liegt. Der Unterschied ist also nicht besonders groß und lässt sich beispielsweise schon mit einem Apfel und einem belegten Brot decken.
Eine Schwangere muss also nicht viel mehr als vorher essen. Viel wichtiger sind die Versorgung mit den richtigen Nährstoffen, vor allem Eisen, Kalzium, Jod und Folsäure und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Beides lässt sich normalerweise mit einer ausgewogenen Ernährung gut bewerkstelligen, falls nicht ausgeprägte Appetitlosigkeit, starke Übelkeit und ausgefallene Gelüste eine normale Ernährung unnötig erschweren.
Eine schwangere Frau sollte mindestens zwei Liter pro Tag trinken, möglichst sogar mehr. In dieser Zeit ist ausreichend Flüssigkeit noch wichtiger als sonst, weil sich so auch der Verstopfung entgegenwirken lässt, unter der Schwangere oft leiden, weil die Hormone die Darmtätigkeit verlangsamen.
Wasser, Früchtetee, Säfte und Saftschorlen sind hier geeignete Durststiller. Wer gern Kaffee oder Tee trinkt, muss nicht ganz darauf verzichten. Es sollten aber nicht mehr als zwei oder drei Tassen sein, die über den Tag verteilt getrunken werden. Das Koffein könnte dem Kind schaden, außerdem kann Koffein die Verstopfung fördern und die Aufnahme von Eisen aus der Nahrung stören.
Während der Schwangerschaft ist eine Zunahme von sieben bis 15 kg völlig normal. Dabei gilt: Sehr schlanke Frauen dürfen mehr zunehmen als mollligere Frauen. Bei Zwillingen und anderen Mehrlingen entwickelt sich das Gewicht natürlich entsprechend anders. Im Allgemeinen nimmt eine Schwangere im ersten Drittel der Schwangerschaft kaum zu, im zweiten Drittel etwa 300 g pro Woche, und im letzten Drittel 400 bis 500 g pro Woche. Liegt die Zunahme sehr viel über oder unter diesen Werten, müssen die Ursachen dafür vom Arzt geklärt werden. Natürlich gibt es auch von Fall zu Fall teilweise starke Schwankungen, die kein Grund zur Sorge sind.


