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Gefährlich in der Schwangerschaft: Alkohol & Nikotin

Obwohl es bekannt ist, dass Nikotin und Alkohol in der Schwangerschaft gefährlich für das Kind ist, vermeiden es trotzdem nicht alle Schwangeren konsequent.

 

Kinder von rauchenden Müttern haben zumeist ein niedrigeres Geburtsgewicht und sind in einem deutlich schlechteren Allgemeinzustand als Kinder von Nichtraucherinnen. Das Nikotin verengt die Blutgefäße im ganzen Körper, auch in der Plazenta, und verhindert so, dass der Fötus ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird.

Durch diese gestörte Versorgung kommt es zu Entwicklungsstörungen des Kindes, bei denen die Störungen in der Gehirnentwicklung besonders gravierend sind.

Nikotin und andere Giftstoffe kommen durch das Blut der Mutter auch in den Organismus des Kindes. Außerdem ist bei Kindern, deren Mutter während der Schwangerschaft geraucht hat, das Krebsrisiko deutlich höher, besonders für Krebs der Nase, der Lunge, der Nieren und der Blase.

Auch das Risiko eine Frühgeburt ist bei Raucherinnen deutlich erhöht, und etwa 15% aller Frühgeburten werden direkt auf das Rauchen zurückgeführt. Ähnliches gilt für das Risiko von Totgeburten, Fehlgeburten, den Plötzlichen Kindstod, und Fehlbildungen wie eine Lippen-Gaumen-Spalte. Ebenso erhöht ist das Risiko an Allergien und Asthma zu erkranken und später Hyperaktivität zu entwickeln.

Deutliche Risiken für das ungeborene Kind bestehen schon, wenn die Mutter sieben Zigaretten pro Tag raucht. Deswegen ist während der Schwangerschaft mindestens eine Einschränkung nötig, am besten ist natürlich der komplette Verzicht auf Zigaretten. Vielen schwangeren Frauen fällt es sogar relativ leicht das Rauchen aufzugeben, weil bei ihnen plötzlich schon der Rauch Übelkeit auslöst.

 

Alkohol erhöht das Risiko einer Fehlgeburt und kann das Fetale Alkoholsyndrom (FAS) verursachen, eine Kombination mehrerer schwerster Geburtsfehler.

Vor allem während der ersten Wochen der Schwangerschaft ist das sich entwickelnde Kind sehr anfällig gegenüber äußeren Störeinflüssen. Dazu gehört auch ganz klar Alkohol. Sowohl der Alkohol selbst als auch seine Abbauprodukte stören den Aufbau der Organe des Kindes; regelmäßiger Alkoholgenuss während dieser Zeit schädigt die Zellen nachhaltig und kann so die Bildung aller Organe und Systeme stören. Selbst abbauen kann das Kind den Alkohol noch nicht, er sammelt sich also in seinem Organismus an.

Im schlimmsten Fall führt Alkohol zum Fetalen Alkoholsyndrom, bei dem nicht nur verschiedene körperliche Entwicklungsstörungen auftreten, sondern bei dem auch die geistige und seelische Entwicklung, die Entwicklung der motorischen Fähigkeiten und die soziale Entwicklung beeinträchtig werden. Kinder mit FAS sind zu klein, zu leicht, ihre inneren Organe sind fehlgebildet, sie haben oft abgeflachte Nasen, kleine Augen und eine dünne Oberlippe. Sie haben Lernschwierigkeiten und Stimmungsschwankungen, lernen Fähigkeiten wie Greifen und Laufen, Essen, Trinken und Sprechen nur schwer und leiden an Hyperaktivität und anderen auffälligen Verhaltensweisen.

Besonders schädlich sind hochprozentige Alkoholika und regelmäßiges Trinken, auch von "harmlosen" Getränken wie Wein oder Bier. Eine "sichere" Menge an Alkohol, die während der Schwangerschaft erlaubt ist, gibt es nicht.

 
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